11 natürliche Entzündungshemmer bei Entzündungen

entzündungshemmer

Weißt Du, was in Deinem Körper vor sich geht, wenn sich eine Entzündung bildet? Und wie Du eine Entzündung am besten behandelst? Entzündungen sind nicht zu unterschätzen in ihrer Bedeutung für Deine Gesundheit, aber auch als Krankheitsauslöser!

In unserer modernen Gesellschaft sind wir ständig von Reizen umgeben, die Entzündungen fördern können. Umso wichtiger ist es, zu wissen, was Du tun kannst, um Deinen Körper gesund und frei von Entzündungen zu halten.

In diesem Artikel haben wir all die wichtigen Informationen für Dich zusammengefasst, nicht nur über die Entstehung von Entzündungen, sondern auch über Entzündungshemmer, was man darunter versteht und was Du bei ihnen auf jeden Fall beachten solltest.

Was ist eine Entzündung?

Was geht in Deinem Körper vor, wenn sich etwas entzündet? Grundsätzlich sind Entzündungen nichts Schlechtes. Sie sind vielmehr eine Abwehrreaktion Deines Körpers und wichtig für den Schutz Deiner Gesundheit.

entzündung

Der Körper wehrt sich mit einer Entzündung gegen Reize, zum Beispiel Erreger, Keime, Fremdkörper oder Dinge wie Hitze und Druck.

Die fünf Anzeichen einer Entzündung sind:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Wärme/Überwärmung
  • Schmerz
  • gestörte oder eingeschränkte Funktion

Nicht jedes Anzeichen muss immer offensichtlich sein. So kann sich die Rötung zum Beispiel im Innern Deines Körpers zeigen und ist dabei vielleicht von außen nicht zu sehen. Eingeschränkte Funktion bedeutet, dass Du zum Beispiel bei einer Lungenentzündung Schwierigkeiten hast, zu atmen. Die Lunge ist in dem Fall also in ihrer eigentlichen Funktion eingeschränkt.

Wenn eine Entzündung schwer ist, kann sie sich auf den gesamten Körper auswirken – ein Gefühl der Schwäche, des Unwohlseins und Fieber sind dann keine Seltenheit. Das liegt daran, dass Dein Immunsystem für den Kampf in der Entzündung viel Energie braucht. Fieber wiederum beschleunigt den Stoffwechsel, wodurch unter anderem schneller mehr Abwehrzellen gebildet werden können.

Unterschiedliche Arten von Entzündungen

Je nach ihren Eigenschaften unterscheidet man viele verschiedene Arten von Entzündungen. Entscheidend kann der Auslöser der Entzündung oder der betroffene Körperteil sein oder auch, in welcher Weise Dein Körper reagiert. So gibt es eitrige Entzündungen, granulomatöse Entzündungen und so weiter. Wir ersparen Dir hier mal die Fachbegriffe.

Wichtig ist zu wissen, dass man von einer lokalen Entzündung spricht, wenn nur ein Teil des Körpers entzündet ist, und von einer systemischen Entzündung, wenn sie den gesamten Körper betrifft.

Außerdem können Entzündungen akut oder chronisch sein:

Akut sind Entzündungen von kurzer Dauer. Bei ihnen kannst Du die oben genannten fünf Anzeichen gut erkennen. Bei einer chronischen, also einer länger andauernden Entzündung sind diese fünf Anzeichen oft nicht direkt ersichtlich. Deshalb kann es schwierig sein, chronische Entzündungen zu entdecken und als solche zu entlarven.

Die Tücken einer stillen Entzündung

Chronische Entzündungen werden deshalb auch oft als "stille Entzündung" (im Englischen „silent inflammation“) bezeichnet. Sie zeigen sich zumeist in unspezifischen, also schwer zuzuordnenden Symptomen: Kopfschmerzen, Infekte, Verdauungsprobleme und sogar schlechte Laune können Anzeichen für sie sein.

entzündung löschen

Chronische Entzündungen können auftreten, wenn der Körper zwar die Entzündungsursache erkennt und bekämpft, ihr aber nicht Herr wird.

Rheumatoide Arthritis (umgangssprachlich „Rheuma“) und Tuberkulose sind Beispiele für chronische Entzündungen.

Mit Entzündungen ist nicht zu spaßen

Entzündungen sind also eine sehr ernstzunehmende Reaktion Deines Körpers. Sie sind wichtig in der Abwehr von Eindringlingen – wenn sie außer Kontrolle geraten, können sie allerdings auch großen Schaden anrichten.

Was musst Du also beachten, wenn Du Deinen Körper gesund erhalten willst?

Entzündungen werden dann gefährlich, wenn Dein Körper den Eindringlingen nicht gewachsen ist. Das ist wie eine kriegerische Auseinandersetzung, die sich hinzieht, weil keine der beiden Seiten klein beigeben will. Da kommt es zu Kollateralschäden – ein paar abgebrannte Bauernhöfe hier und da, geplünderte Läden… Im Falle Deines Körpers sind das abgestorbene Zellen, Gewebeschäden und Narben.

Im schlimmsten Fall kommt es zur Blutvergiftung: Die tritt dann ein, wenn die gegnerische Armee die Oberhand gewinnt, die Abwehrkräfte Deines Körpers schlagartig überrennt und sich im Blutkreislauf ausbreitet. Dann wird es sogar lebensgefährlich!

Deine Abwehrkräfte, auch Immunsystem genannt, sind also Dreh- und Angelpunkt im Kampf gegen Eindringlinge. Ihre Stärke, Anzahl, Ausdauer und ihr Wissen entscheiden, wer die Entzündungsschlacht gewinnt.

Das Immunsystem

Dein Immunsystem, also Deine körpereigenen Abwehrkräfte, besteht aus verschiedenen Organen, Zellen und Eiweißen. Sie arbeiten rund um die Uhr, um Dich vor Krankheitserregern, Schadstoffen aus der Umwelt und internen schädlichen Veränderungen wie Krebszellen zu schützen.

immunsystem

Normalerweise merkst Du davon nichts, denn jegliche Feinde werden schnell und effektiv unschädlich gemacht, insbesondere solche, die Dein Immunsystem bereits von kleineren Gefechten in der Vergangenheit her kennt.

Nur wenn Dein Immunsystem geschwächt ist oder bei neuartigen Erkrankungen, die es erst noch kennenlernen muss, kann Deine Immunabwehr überfordert sein. Erkrankungen und mitunter Entzündungen sind dann die Folge.

Daher steht eine Frage auf der Prioritätenliste ganz oben:

Wie kannst Du Dein Immunsystem stärken?

Dein Immunsystem zu stärken ist einfacher, als Du vielleicht denkst, und es liegt gänzlich an Dir, die folgenden Punkte in Deinen Alltag einzubauen:

  • Frische Luft, egal bei welchem Wetter
  • Tägliche Bewegung
  • Ausreichend Schlaf
  • Verzicht auf Alkohol und Rauchen
  • Ausgeglichenheit und Zufriedenheit
  • Verzicht auf tierisches Eiweiß
  • Eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung

Insbesondere die letzten beiden Punkte sind von ausschlaggebender Bedeutung! Nicht umsonst sagte Sebastian Kneipp, berühmter deutscher Naturheilkundler und Therapeut:

"Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke."

gesunde ernährung

Deine Ernährung und welche Stoffe Du zu Dir nimmst hat enormen Einfluss auf Deine Gesundheit im Allgemeinen, Deine Immunabwehr im Speziellen und im engeren Sinne dadurch auch auf die Entstehung von Entzündungen in Deinem Körper.

Im Weiteren zeigen wir Dir, wie Du Deinen Körper optimal versorgen kannst, so dass Entzündungen ein Kinderspiel für Deine Abwehrkräfte sind oder sie gar nicht erst entstehen.

Entzündungshemmende Lebensmittel

Unter entzündungshemmenden Lebensmitteln versteht man normalerweise Lebensmittel, die auf drei unterschiedliche Arten wirken:

  1. Sie stärken das Immunsystem, so dass Dein Körper die Ursache der Entzündung schneller und effektiver bekämpfen kann – Die Schlacht ist gewonnen, die Armee rückt ab.
  2. Manche Lebensmittel greifen in den Ablauf der Entzündung ein, zum Beispiel indem sie Botenstoffe hemmen. Wo das wichtig werden kann, liest Du weiter unten.
  3. Oder sie enthalten sogenannte Antioxidantien. Das sind chemische Verbindungen, die – wie der Name vermuten lässt – eine Oxidation verhindern sollen.

Bei der Oxidation gibt eine Verbindung Elektronen ab, wodurch Energie freigesetzt wird und neue Verbindungen entstehen. Klingt erstmal kompliziert, ist für Deinen Körper aber wortwörtlich täglich Brot.

Antioxidantien auf der Jagd nach Radikalen

Oxidation ist ein wesentlicher Bestandteil vieler verschiedener Funktionen in Deinem Körper, so zum Beispiel bei der Umwandlung von Kohlenstoffverbindungen (z. B. Dein Essen) oder dem Abbau von Blutalkohol. Allerdings können durch sie auch sogenannte Freie Radikale entstehen.

freie radikale

Die sind so radikal wie sie heißen! Diese hoch reaktiven Sauerstoffmoleküle oder Verbindungen haben nach der Oxidation noch ein einsames Elektron übrig und sind dadurch unvollständig. Sie wollen also unbedingt der nächstbesten Verbindung in der Nachbarschaft ein Elektron entreißen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Durch das Entreißen erschaffen sie dann eine Verbindung, der ein Elektron fehlt – ein neues Freies Radikal! Ein endloser Kampf um Elektronen beginnt, der – je nachdem wer wem ein Elektron wegnimmt – große Schäden in Deinem Körper anrichten kann. Diese Schäden nennt man auch "oxidativen Stress".

Hier kommen die Antioxidantien ins Spiel: Sie binden sich an Freie Radikale, bevor diese auf Elektronenjagd gehen können. Deswegen nennt man sie auch „Radikalfänger“. Die bekanntesten Antioxidantien sind Vitamine, unter anderem Vitamin A, C und E.

Was hat das nun mit Entzündungen zu tun?

Durch die Schäden, die Freie Radikale an Geweben, Proteinen und vielem mehr verursachen, können sie Entzündungsreaktionen hervorrufen. Dein Körper merkt sozusagen, dass etwas falsch läuft und schickt seine Armee, um die Sache zu beheben. Eine Entzündung entsteht.

Antioxidantien verhindern, dass Freie Radikale Schäden anrichten, et voilà: Keine Entzündung.

Gemüse und Obst sind also Deine erste Wahl, wenn Du Entzündungen gar nicht erst entstehen lassen willst, da sie reich an Antioxidantien sind. Weiter unten gehen wir genauer darauf ein, welche Lebensmittel die stärksten Entzündungshemmer sind.

Zuerst aber nochmal etwas zu den anderen beiden Wirkungsarten.

Natürliche Entzündungshemmer vs. entzündungshemmende Medikamente

Die ersten beiden Wirkungsarten (Stärkung des Immunsystems und Manipulation des Entzündungsgeschehens) bringen uns zu einem wichtigen Punkt: Es besteht ein großer Unterschied zwischen natürlichen, meist pflanzlichen Entzündungshemmern und entzündungshemmenden Medikamenten.

entzündungshemmer pflanzlich und medikamente

Der Grund dafür ist folgender:

Entzündungsreaktionen des Körper sind leider nicht immer richtig. Manchmal irrt sich der Körper und richtet sich gegen sich selbst. Der Körper stempelt also etwas als fremd ab, das eigentlich zu ihm gehört, und kämpft in der Folge mit Hilfe des Immunsystems dagegen an. Man spricht dann von einer Autoimmunerkrankung.

Autoimmunerkrankungen – Wenn der Körper sich selbst den Kampf ansagt

Praktisch jeder Körperteil kann von einer Autoimmunerkrankung betroffen sein, je nachdem was vom Immunsystem als fremd empfunden wird.

Beispiele von Autoimmunerkrankungen sind das oben erwähnte Rheuma und Multiple Sklerose. Bei der Multiplen Sklerose zum Beispiel greift der Körper das eigene Nervensystem an. Entzündungen verursachen dabei Gewebeschäden an Gehirn und Rückenmark, was zu allerlei Symptomen führt.

entzündungeshemmende medikamente

Viele konventionelle Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen nennt man daher ebenfalls Entzündungshemmer. Sie wirken aber meist anders als natürliche Entzündungshemmer.

  1. Zum einen schwächen sie die Symptome der Entzündung ab: Sie wirken als Schmerzmittel, gegen Schwellungen oder senken Fieber.
  2. Zum anderen hemmen sie oft das Immunsystem, damit dieses weniger heftig gegen den eigenen Körper vorgehen kann.

Deshalb sind Rheumapatienten zum Beispiel oft anfälliger für Erreger – ihr Immunsystem wird von den medikamentösen Entzündungshemmern unterdrückt.

Das ist also das Gegenteil von dem, was viele natürliche Entzündungshemmer bewirken, insbesondere solche, die das Immunsystem stärken. Es ist also immer wichtig zu beachten, auf welche Art und Weise ein Stoff die Entzündungsreaktion beeinflusst – ob durch Stärkung der Abwehr, deren Schwächung oder durch das Hemmen bestimmter Botenstoffe.

Können natürliche Entzündungshemmer gegen Autoimmunerkrankungen helfen?

Die Antwort auf die Frage, inwiefern entzündungshemmende Lebensmittel gegen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden können, lautet deshalb „Nein und Ja“.

Nein …

Lebensmittel, die einen stärkenden Einfluss auf Deine Immunabwehr haben, könnten eventuell konventionellen Medikamenten, entgegenlaufen. Solltest Du an einer Autoimmunerkrankung leiden, hat Dein behandelnder Arzt Dich sicher bereits über die für Dich beste Ernährungsweise hingewiesen. Falls nicht, frag nach!

… und Ja.

Lebensmittel, die das Entzündungsgeschehen beeinflussen und insbesondere solche, die Antioxidantien mit sich bringen – und das sind fast alle Gemüse- und Fruchtsorten – sind nicht nur hilfreich beim Kampf gegen die Beschwerden einer Autoimmunerkrankung – sie werden sogar zur Verhinderung ihrer Entstehung empfohlen!

Denn die Entstehung von Autoimmunerkrankungen ist noch immer nicht vollends erforscht.

Früher glaubte man, dass sie hauptsächlich auf vererbte Gene zurückzuführen ist. Heute ist bekannt, dass eine falsche Ernährung und zu wenig Sonnenlicht (und das dadurch gewonnene Vitamin D) einen enormen Einfluss auf die Entstehung von Autoimmunerkrankungen haben können.

Insbesondere ein Mangel an Antioxidantien soll dafür sorgen, dass durch Freie Radikale angerichtete Schäden quasi zu einem Lauffeuer an Entzündungen im Körper führen – der Anfang einer wortwörtlich unheilsamen Geschichte.

Entzündungen mit pflanzlichen Entzündungshemmern bekämpfen und vorbeugen

Im Normalfall sind natürliche Entzündungshemmer also das Mittel der Wahl und von entscheidender Bedeutung bei der Gesunderhaltung Deines Körpers. Aber welche natürlichen Entzündungshemmer gibt es überhaupt? Hier haben wir eine Auswahl für Dich:

1. Kurkuma

Ganz oben auf der Liste steht Kurkuma oder genauer gesagt das in ihm enthaltene Curcumin. Es ist ein wahres Wundermittel, das nicht nur bei Verdauungsproblemen zum Einsatz kommt, sondern sich sogar in der Bekämpfung von Krebs und Tumoren wirksam zeigt!

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Durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften wird es unter anderem bei Gelenkschmerzen und der Regeneration der Muskeln eingesetzt.

Allerdings kann Curcumin nur dann als Entzündungshemmer wirken, wenn es auch im Körper ankommt. Die sogenannte Bioverfügbarkeit (der Wert der angibt, wie viel von einem Stoff vom Körper verwertet wird) von Curcumin liegt nämlich nur bei rund 1%. Zum Glück schaffen neueste wissenschaftliche Methoden Abhilfe: Mizelliertes Curcumin, wie es zum Beispiel in Vita Curcuma von VitaGuru enthalten ist, hat eine Bioverfügbarkeit von über 99%!

In unseren Artikeln über Goldene Milch und Goldener Honig berichten wir detailliert, warum mizelliertes Curcumin das Mittel der Wahl darstellt, wenn Du Deinem Körper Curcumin zur Verfügung stellen möchtest.

2. Ingwer

Eine neue Metastudie hat nachgewiesen, was in der Naturheilkunde schon seit Jahrhunderten bekannt ist: Ingwer wirkt gegen Entzündungen und enthält Antioxidantien.

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Dadurch reduziert er Freie Radikale und den oben genannten oxidativen Stress. Die entzündungshemmende Wirkung stammt hauptsächlich von dem im Ingwer enthaltenen Gingerol und Shogaol. Das sind Scharfstoffe, also die Stoffe, die für die angenehme Schärfe der Wurzel verantwortlich sind.

Du kannst Ingwer frisch essen oder in gekochten Speisen verwenden. Er eignet sich auch hervorragend als Tee oder an heißen Tagen einfach in Wasser. Am besten mit etwas frischer Minze ziehen lassen und genießen. Schau Dir dazu auch gerne unsere Ingwer Kurkuma Shot Rezepte an.

3. Kamille

Weitaus bekannter in hiesigen Breiten ist die heilende Wirkung von Kamille. Sie ist nicht nur verdauungsfördernd, sondern wirkt auch schleimlösend, antibakteriell und krampflösend. Ihre entzündungshemmende Wirkung erhält sie, da sie verschiedene, für eine fortschreitende Entzündung verantwortliche Enzyme hemmt.

Du kannst Kamillenblüten als Deinen persönlichen Entzündungshemmer Tee aufkochen und anschließend trinken oder die Dämpfe inhalieren, um Deinen Atemwegen etwas Gutes zu tun. Auch Kamillenbäder und -umschläge sind Salbei – oder eben Kamille für Deine Haut.

4. Weihrauch (Olibanum)

Weihrauch, auch "Olibanum" genannt, ist das Harz verschiedener Weihrauchbäume. Weihrauch ist ein sogenanntes Vielstoffgemisch, besteht also aus einer Vielzahl von Verbindungen, die unterschiedliche Wirkungen haben können.

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Eine dieser Wirkungen, das haben Studien erwiesen, ist die Hemmung von Entzündungen. Das liegt unter anderem an den enthaltenen Boswelliasäuren. Sie hemmen an der Entzündung beteiligte Stoffe, genauer genommen das Enzym 5-LOX, welches in Verbindung mit einigen Autoimmunerkrankungen steht. Weihrauch geht sogar noch einen Schritt weiter: es hemmt diesen Entzündungsauslöser nicht nur, sondern verändert die Struktur so, dass Dein Immunsystem letztendlich das Signal erhält, entzündungsauflösende Stoffe zu produzieren.

Daher zeigte Weihrauch sich bereits als wirksam in der Behandlung von chronisch entzündlichen Erkrankungen, zum Beispiel bei Arthritis, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Auch bei Asthma und selbst bei Tumoren erbrachte die Behandlung mit Weihrauch direkt nachweisbare Erfolge.

Leider hat Weihrauch eine ähnlich niedrige Bioverfügbarkeit wie Curcumin, nämlich nur rund 1%. Selbst wenn Du also Weihrauch zu Dir nimmst, zum Beispiel in Form von Weihrauch Kapseln, scheidet Dein Körper oft das allermeiste davon ungenutzt wieder aus.

Falls Du sichergehen willst, dass Weihrauch auch in Deinem Körper aufgenommen und verwertet wird, empfehlen wir Dir unser Vita Olibanum. Darin ist das Olibanum mizelliert, was die Bioverfügbarkeit auf über 99% steigert! Du kannst die Tropfen ganz einfach pur einnehmen oder in Flüssigkeiten mischen – ganz einfach und frei von Nebenwirkungen durch Zusatzstoffe.

5. Vitamin C

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Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Fenchel, Hagebutten, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte … Sie alle sind reich an Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt. Das wiederum gehört, wie bereits oben erwähnt, zu den Antioxidantien, den Superstars im Kampf gegen entzündungsfördernde Freie Radikale.

6. Vitamin E

Ein weiteres Antioxidans ist Vitamin E, auch bekannt als Tocopherol. Das findest Du vor allem in Pflanzenölen wie zum Beispiel nativem (also nicht raffiniertem) Olivenöl. Es hilft nicht nur dabei, Deine Membranen vor Freien Radikalen zu schützen, sondern stärkt auch Deine Abwehrkräfte. Selbst im Kampf gegen bestimmte Arten von Krebs kann Vitamin E hilfreich sein.

7. Polyphenole

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Polyphenole sind bestimmte Pflanzenstoffe, die Du vor allem in rotem, blauem und violettem Obst (Beeren, Pflaumen, Kirschen etc.), aber auch in Sojaprodukten und Zimt findest. Die rote Farbe von Herbstlaub entsteht unter anderem durch Polyphenole. Sie sind starke Antioxidantien und helfen Dir auch, Krankheitserreger in Schach zu halten.

8. Capsaicin

Der Scharfstoff, der sich zum Beispiel in Chilis findet, fördert die Durchblutung und kann Schmerzen lindern.

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Einige Studien geben ihn als entzündungshemmend an, allerdings solltest Du nur so viel davon essen, wie Du als angenehm empfindest. Zu hohe Mengen an Capsaicin, wie sie zum Beispiel bei Wettessen mit scharfen Soßen regelmäßig der Fall sind, können Deinem Körper eher schaden und dabei sogar Entzündungen auslösen!

9. Allicin

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Diesen Alleskönner findest Du vor allem in Knoblauch. Allicin hat viele verschiedene Wirkungen und zeigt sich unter anderem antibakteriell – und das sogar gegen Erreger, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind! Es ist also die optimale Ergänzung für ein starkes Immunsystem.

10. Bromelain

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Die zwei Enzyme, die unter den Namen Bromelain fallen, lassen sowohl Entzündungen als auch Schwellungen schneller abklingen. Gewonnen wird es aus der Ananaspflanze und -frucht.

11. Omega-3-Fettsäuren

Sie kommen vor allem in Kaltwasser-Meeresfischen wie Lachs und Makrele vor. Leider sind Meeresfische aber auch oft mit Schwermetallen wie Quecksilber belastet, deshalb solltest Du nicht zu viele davon essen.

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Zum Glück besitzen auch Algen, Nüsse und Samen große Anteile der Fettsäure. Insbesondere Leinöl ist ein exzellenter Lieferant. Da Omega-3-Fettsäuren in das Entzündungsgeschehen eingreifen, eignen sie sich hervorragend für die Behandlung von stillen Entzündungen.

All diese Lebensmittel können jedoch nur wirken, wenn Du auch Deinen Lebensstil gesund gestaltest. Insbesondere mit Blick auf Entzündungen gibt es dabei einiges zu beachten.

Auf was Du verzichten solltest

Genau so wie es Lebensmittel gibt, die Entzündungen hemmen oder ihnen vorbeugen, so gibt es auch Lebensmittel und insbesondere Lebensstile, die Entzündungen fördern. Dazu gehören die Folgenden:

1. Fleisch

Eine fleischreiche Ernährung, vor allem mit Schweinefleisch, stimuliert die Entwicklung verschiedener Stoffe, die Entzündungen auslösen und verursacht außerdem eine Steigerung der oben genannten Freien Radikale.

2. Rauchen

Auch Rauchen steigert das Vorkommen Freier Radikale und sorgt unter anderem für Durchblutungsstörungen, durch die es die Versorgung Deines Körpers mit wichtigen Stoffen beeinträchtigt.

3. Bauchfett

Diese Sorte von Körperfett produziert entzündungsfördernde Hormone und ist daher deutlich gefährlicher als andere Arten von Fett an Deinem Körper.

4. Stress und Schlafmangel

Eine ungesunde Kombination, die sich oft selbst befeuert, kann erwiesenermaßen chronische Entzündungen und dadurch sogenannte Multisystemerkrankungen auslösen. Bei solchen Erkrankungen ist mehr als nur ein Organsystem Deines Körpers von der Erkrankung betroffen.

5. Alkohol

Bereits geringe Mengen Alkohol versetzen Deinen Körper in Alarmstufe Rot. Alkohol (fachsprachlich „Ethanol“ oder „Ethylalkohol“) greift Schleimhäute, Speiseröhre und Magen stark an. Zellen, insbesondere in der Magenschleimhaut, entzünden sich, Muskelkontraktionen funktionieren nicht mehr richtig und peinlich wird’s vielleicht auch noch.

Jeder Mensch verarbeitet Alkohol anders, daher ist es praktisch unmöglich einen genauen Wert festzulegen, der als "noch gesund" gelten kann. Wenn Du Deinem Körper etwas Gutes tun willst, dann greif lieber zu nichtalkoholischen Getränken.

6. Zucker

Zucker an sich ist als Kohlenhydrat noch keine Gefahr für Deinen Körper – In Verbindung mit einer zu kalorienreichen Ernährung ohne Absinken des Blutzuckerspiegels und Bewegungsmangel steigert er allerdings das Entzündungsrisiko. Wichtig ist daher, dass Du zwischen den Mahlzeiten genügend Zeit lässt, um Deinen Blutzuckerspiegel absinken zu lassen, und dass Du nur so viele Kalorien zu dir nimmst, wie Du tatsächlich brauchst.

7. Transfette

Diese gehärteten Fette, wie Du sie unter anderem in Süßigkeiten, süßen Backwaren und Frittiertem (z. B. Chips) findest, zählen laut Studien zu den klaren Entzündungsauslösern – neben anderen nachteiligen Effekten auf Deine Gesundheit.

Entzündungshemmer rezeptfrei, natürlich und ganz nach Deinem Geschmack

Entzündungen gehören zur Immunreaktion Deines Körpers. Wie so viele Dinge im Leben sind auch Entzündungen weder gut noch schlecht, sondern beides.

Sie sind ein wichtiger Bestandteil Deiner körpereigenen Abwehr und können auf viele verschiedene Weisen auftreten – lokal oder systemisch, akut oder chronisch.

  • Wenn sie sich jedoch hinziehen oder Dein Körper der Entzündungsursache nicht Herr wird, kann es gefährlich werden.
  • Insbesondere stille, also chronische Entzündungen stellen ein großes Risiko für Deine Gesundheit dar.

Um Entzündungen vorzubeugen, ist es wichtig Dein Immunsystem zu stärken und die Anzahl Freier Radikale gering zu halten. Gegen letztere helfen Antioxidantien, weshalb sie auch "Radikalfänger" genannt werden.

Ein Sonderfall von Entzündungen sind die sogenannten Autoimmunerkrankungen. Bei denen greift die Immunabwehr körpereigenes Gewebe an, weshalb in solchen Fällen oft Medikamente verabreicht werden, die das Immunsystem regulieren oder hemmen.

natürliche entzündungshemmer

Natürliche Entzündungshemmer findest Du in allerlei Form und Farben: Lebensmittel wie Kurkuma, Ingwer, Früchte und Obst helfen Dir und Deinem Immunsystem dabei, Entzündungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Kamille und Weihrauch helfen, außer Rand und Band geratene Entzündungsherde wieder zu kontrollieren.

Neben Entzündungshemmern gibt es selbstverständlich auch Dinge, die Entzündungen fördern. Darunter fallen Alkohol, Rauchen und Transfette, aber auch Fleisch und Schlafmangel.

Entzündungen und alles, was mit ihnen zusammenhängt, ist also ein weites Feld, bei dem es viel zu beachten gibt. Mit den oben genannten Tipps bist Du aber in der Lage, Deinem Körper dabei zu helfen, Entzündungen schnell zu beenden oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

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