Immunsystem stärken: Welche Tipps helfen wirklich?

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In diesem Artikel erfährst Du, was genau Dein Immunsystem eigentlich ist und wie es funktioniert. Wir erklären Dir, welche Ursachen ein geschwächtes Immunsystem hat und welche Rolle Deine tägliche Lebensweise dabei spielt.

Mithilfe unserer Tipps zeigen wir Dir, wie Du Dein Immunsystem ganz einfach stärken kannst. Besonders wichtig dabei: einige ganz bestimmte Vitamine und Spurenelemente, die Du sehr einfach mit Deiner täglichen Ernährung aufnehmen kannst. So sorgst Du für eine bombenstarke Immunabwehr.

Wie funktioniert das Immunsystem?

Dein Immunsystem ist das Schutzschild Deines Körpers. Ein einwandfrei funktionierendes Immunsystem nimmst Du gar nicht wahr und auch schleichende Entzündungen, bedingt durch Dauerstress, bleiben zunächst meist unbemerkt. Erst wenn Dein Immunsystem dauerhaft geschwächt ist, merkst Du, wie kostbar und unabdingbar es für Deine Gesundheit und Dein Lebensgefühl ist und was es tagtäglich für Dich und Deinen Körper leistet.

Die Aufgaben des Immunsystems

Die wichtigste Aufgabe Deines Immunsystems ist es, Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze zu bekämpfen und kranke oder veränderte Zellen zu beseitigen. Sobald ein schädlicher Organismus in Deinen Körper eingedrungen ist, agiert Dein Immunsystem.

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Dabei handelt es sich nicht um ein einzelnes Organ, sondern um ein komplexes System aus Organen, Zelltypen und Eiweißen, das interagiert. Daran sind unter anderem Haut und Schleimhäute, Mandeln, Knochenmark, Milz, Thymus, das Lymphsystem und vor allem der Darm beteiligt, der ca. 70 bis 80% aller Immunzellen enthält.

Entsteht ein Ungleichgewicht in Deinem Körper, versucht Dein Immunsystem mit kleinen Entzündungsprozessen Alarm zu schlagen und Deine Zellen zu schützen. Entzündungen sind also grundsätzlich nichts Schlechtes, sondern Teil Deines körpereigenen Warnsystems.

Auswirkungen bei Überforderung des Immunsystems

Nehmen diese Entzündungen überhand, weil Du die Symptome ignorierst und sie nicht richtig abklingen können, dann können dadurch stille Entzündungen entstehen. Dein Immunsystem ist dann im Dauereinsatz und dadurch geschwächt. Neue Erreger haben es somit einfacher im Kampf gegen Dein Immunsystem. Du wirst anfälliger für Infekte und die Entzündungen breiten sich weiter aus.

wann ist das immunsystem geschwächt

Als Folge davon können eine Vielzahl unterschiedlicher, auch chronischer, Erkrankungen entstehen. Dazu zählen z.B. Krebs, Arteriosklerose, Rheuma, Schlaganfälle, Grauer Star, Diabetes Mellitus, Alzheimer, Parkinson, Autoimmunerkrankungen und viele mehr.

Merke: Bei rund 95 Prozent aller Erkrankungen sind Entzündungen der eigentliche Auslöser.

Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem

Sicher kennst Du das Gefühl einer sich anbahnenden Erkältung. Du fühlst Dich abgeschlagen, energielos, müde oder matt. Oft kommen Konzentrationsprobleme hinzu und Deine Leistungsfähigkeit insgesamt ist eingeschränkt.

Das sind die typischen Symptome für ein geschwächtes Immunsystem und bedeutet gleichzeitig, dass Du anfälliger für Infekte bist. Häufiger Husten, Schnupfen oder sonstige Entzündungs- und Erkältungssymptome sind ein deutlicher Indikator dafür. Auch Hautreizungen, Herpeserkrankungen, eingeschränkte Wundheilung oder Haarausfall können Anzeichen sein.

Wenn Du häufig mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hast, kannst Du Dein Immunsystem auch ärztlich überprüfen lassen. Dafür wird meist ein Blutbild gemacht, der zelluläre Immunstatus ermittelt und die Immunglobuline analysiert, um eine Gesamtauswertung über Deinen Zustand und auch die Ursachen für die Schwächung zu erhalten.

Ursachen eines geschwächten Immunsystems

Dein Immunsystem wird geschwächt, wenn Du Deinen Körper oxidativem Stress aussetzt. Oxidativer Stress bedeutet, dass Dein Körper nicht genügend Antioxidantien zur Verfügung hat, um Freie Radikale zu bekämpfen. Dies führt zu einem Ungleichgewicht in Deinem Körper. Gesunde Zellen werden von Freien Radikalen angegriffen und beschädigt; sie stehen also unter oxidativem Stress. Doch wie entsteht dieses Ungleichgewicht?

Unausgewogene Ernährung

Eine der wesentlichen Ursachen für ein schwaches Immunsystem ist eine unzureichende Versorgung. Dein Immunsystem leistet kontinuierlich "Arbeit" und benötigt daher wertvolle Nährstoffe. So sind zum Beispiel zahlreiche Vitamine bei komplexen Vorgängen und der Bildung und Entwicklung Deines Immunsystems beteiligt. Fehlt Dir ein Nährstoff, schwächt das auch Deine Abwehrkräfte. Zu viel Zucker und gesättigte Fette, wie so oft in Fast-Food enthalten, bringen Dein Immunsystem durcheinander und es reagiert nicht mehr auf Erreger.

Dauerhafter Stress

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Wenn Du dauerhaft unter Stress stehst, ob beruflich oder privat, leidet auch Dein Immunsystem darunter. Die Menge an Immunzellen nimmt ab, da sie sich langsamer teilen. Dadurch ist Dein Körper anfälliger für Krankheitserreger. Außerdem verlängert sich der Heilungsprozess von Wunden unter dauerhaftem Stress.

Zu wenig Schlaf und Bewegung

Nicht umsonst werden die optimale Schlafzeit und notwendige Bewegung so heiß diskutiert. Schlafmangel schwächt die Arbeit wichtiger Immunzellen und macht so anfälliger für Erkrankungen. Bewegungsmangel verringert die Produktion wichtiger Abwehrzellen, auf die Dein Immunsystem angewiesen ist.

Rauchen und Alkoholkonsum

Bei einem Alkoholrausch wird Dein Immunsystem für ca. 24 Stunden deaktiviert. Zahlreiche Vorgänge, die bei einer normalen Immunreaktion ablaufen, werden gehemmt. Deine Abwehrkräfte reagieren nicht mehr und Immunzellen werden nicht mehr alarmiert, wenn Erreger in Deinen Körper gelangen.

Ein einziger Zug an der Zigarette führt dazu, dass in der Lunge mehr freie Radikale gebildet werden, als der Mensch Zellen hat - nämlich das 100-fache. Rauchen führt auch dazu, dass Erreger nicht mehr aus den Bronchien, also den Atemwegen, abtransportiert werden können. Die sogenannten Flimmerhaare in den Bronchien werden gelähmt. Die Funktion weißer Blutkörperchen wird durch Nikotin so stark geschwächt, dass Krankheitserreger leichtes Spiel haben.

Alter

So wie der Körper mit der Zeit "in die Jahre" kommt, wird auch das Immunsystem nicht jünger und die Abwehrkräfte sinken. Das liegt unter anderem daran, dass die Bildung von neuen B-Zellen im Knochenmark abnimmt.

Die B-Zellen bilden Antikörper gegen Erreger. Ein älteres Immunsystem verlässt sich dagegen auf die bestehenden B-Zellen, welche bereits auf bekannte Erreger trainiert sind. Das Problem dabei: dringen neue, unbekannte Erreger in den Körper, fällt die Reaktion des Immunsystems weniger erfolgreich aus als bei jungen Menschen.

Medikamente & Therapien

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Medikamente und Behandlungstherapien bekämpfen zwar Erkrankungen, können aber gleichzeitig Dein Immunsystem schwächen. Krebspatienten sind zum Beispiel wesentlich anfälliger für Infektionen und Entzündungen. Während Chemo- oder Strahlentherapien werden weniger Immunzellen im Knochenmark gebildet, die Dein Körper benötigt, um Erreger abzuwehren.

Medikamente, die das Immunsystem schwächen:

  • Kortison beugt Entzündungen und Schwellungen vor, unterdrückt aber gleichzeitig auch das Immunsystem, was zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionen führt.
  • Antibiotika schwächen Deine Abwehr im Darm. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, erhöht sich auch das Risiko für Darminfektionen.
  • Magensäure Blocker (Magenschutzmedikamente) schwächen Deine Abwehrkraft im Magen. Die Magensäure ist eine wichtige körpereigene Abwehr gegen Erreger, die Du mit der Nahrung aufnimmst.

Die besten Tipps für ein starkes Immunsystem

Was hilft nun wirklich, um Dein Immunsystem zu stärken? Vielen der genannten Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem kannst Du durch einfache Hausmittel und eine gesunde Lebensweise aktiv entgegenwirken. Wir unterstützen Dich dabei mit konkreten Tipps, wie Du Deine Abwehrkräfte auf natürliche Art stärken kannst. Vor allem eine ausgewogene Ernährung ist hierbei Gold wert, daher werden wir darauf noch intensiver eingehen.

Genügend Schlaf und Bewegung

Im Schlaf wird das Stresshormon Cortisol abgebaut, welches Deine körpereigene Abwehr hemmt. Außerdem schüttet Dein Körper im Schlaf Wachstumshormone aus, die Dein Immunsystem fördern. Schlaf unterstützt die Arbeit wichtiger Abwehrzellen (T-Zellen) Deines Immunsystems.1 Gönne Dir daher immer ausreichend Schlaf, 7-9 Stunden sollten es laut der National Sleep Foundation für Erwachsene sein.2

Regelmäßige und ausreichende Bewegung aktiviert nicht nur Deinen Stoffwechsel, sondern erhöht auch die Anzahl Deiner T-Helferzellen, B-Zellen und natürlichen Killerzellen, die Erreger bekämpfen. Sanfte Ausdauersportarten wie Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen oder Wandern eignen sich dafür ideal. Achte jedoch wirklich auf "moderates Auspowern", sonst tritt der umgekehrte Effekt ein und Du überlastest Dein Immunsystem. Nimm Dir 2-3 Mal pro Woche mindestens eine halbe Stunde Zeit dafür und Du wirst sehen, dass Du Dich viel fitter, energiegeladener und auch zufriedener fühlst.

Stressquellen reduzieren

Sei gut zu Dir und gehe achtsam und liebevoll mit Deinem Körper um. Baue bewusste Ruhephasen in Deinem Alltag ein und nutze diese Pausen, um wieder bei Dir selbst anzukommen. Widme diese Zeit Deinem Körper, um ihn bewusst wahrzunehmen.

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Das kann durch Yoga oder Meditation aber auch bei einer achtsamen Tasse Tee ohne Ablenkung geschehen. Wie geht es Dir heute? Wie fühlt sich Dein Körper an? Was nehmen Deine Sinne wahr? Nimm Dir eine digitale Auszeit und sei nur bei Dir, damit stärkst Du Deine Immunabwehr mehr, als Du denkst.

Alkohol und Nikotin vermeiden

Leichter gesagt als getan? Bedenke vor der nächsten Zigarette oder Alkoholkonsum folgendes und entscheide dann nochmal bewusster dafür oder dagegen: Mit Alkohol und Nikotin schwächst Du aktiv Dein Abwehrsystem und zwar so, wie wir es Dir eindrücklich bei den Ursachen geschildert haben.

Weitere einfache Hausmittel

Um Dein Immunsystem zu stärken, helfen auch banalste Hausmittel, von denen Du bereits hundertfach gehört hast:

  • Viel trinken, um die Schleimhäute aktiv und abwehrbereit zu halten (mindestens zwei Liter und vor allem Wasser oder Kräutertees)
  • Saunagänge und Wechselduschen, die das vegetative Nervensystem stimulieren
  • Bewegung an der frischen Luft und regelmäßiges Lüften
  • Finde Gründe zum Lachen! Es stärkt Deine T-Zellen und somit Deine Abwehrkräfte.3

Gesunde Darmflora unterstützen

Der Darm und das Immunsystem stehen in enger Verbindung, denn wie gesagt sind ungefähr 80% der Immunzellen im Darm angesiedelt.

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Eine gesunde Darmflora ist für ein effektives Immunsystem daher besonders wichtig. Mit Hilfe probiotischer Lebensmittel kannst Du das gesunde Wachstum von Darmbakterien fördern.

Das sind zum Beispiel Artischocken, Chicorée, Flohsamen, Leinsamen, Spargel, Topinambur, Zwiebeln, Knoblauch, Schwarzwurzeln und Bananen. Auch in Naturjoghurt, Kefir, sauren Gurken und Sauerkraut sind Mikroorganismen enthalten, die den Darm besiedeln und bei der Infektabwehr unterstützen.

Ausgewogene Ernährung

Dass gute Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit ist, ist kein Geheimnis. Doch welche Tipps helfen dabei besonders, um Dein Immunsystem zu stärken?

Ein abwechslungsreicher Speiseplan mit vielen Ballaststoffen, Spurenelementen und Vitaminen ist das Fundament Deiner Gesundheit.

Als Faustregel empfehlen wir Dir, die jeweilig saisonalen und regionalen Lebenmittel voll auszuschöpfen. Das geht am Besten, in dem Du einmal den ganzen Regenbogen farblich abdeckst (jetzt kommen Dir bestimmt sofort Bilder vieler Obst- und Gemüsesorten in den Kopf - gut so!).

Einige der Vitamine und Spurenelemente, die ganz gezielt die Immunabwehr unterstützen, werden wir Dir nun genauer erklären. Wir zeigen Dir auch, welche Lebensmittel die besten Quellen dafür sind.

Mit Ernährung, Vitaminen und Spurenelementen das Immunsystem stärken

Um Dein Immunsystem zu stärken, solltest Du besonderen Fokus auf einige wichtige Vitamine und Spurenelemente legen und die besten Lebensmittel-Quellen dafür regelmäßig auf Deinen Speiseplan setzen.

Vitamine

Die wichtigsten Vitamine für das Immunsystem sind Vitamin A, C, D, E sowie Vitamin B2, B6 und B12. Sie haben eine Vielzahl von Funktionen, um Dein Immunsystem stark zu halten oder bei Schwächung wieder mit aufzubauen.

Vitamin A

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Vitamin A schützt Haut und Schleimhäute, die die Aufgabe haben, Erreger abzuhalten. Beta-Carotin ist seine Vorstufe und wirkt antioxidativ.4

In der Netzhaut ist es maßgeblich am Sehvorgang beteiligt. außerdem spielt es eine Rolle bei der Entwicklung von weißen Blutkörperchen, der Blutbildung und der Knochenmineralisierung. Die empfohlene Tageszufuhr laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Erwachsene liegt bei 0,7 - 1 mg.

Die besten Quellen: Leber, Grünkohl, Petersilie, Dill, Karotten und in getrockneten Aprikosen, Spinat, Rucola, roter Paprika, Tomaten, Brokkoli.

Vitamin C

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Das berühmte Vitamin C ist einer der wichtigsten Booster für Dein Immunsystem. Es fängt freie Radikale und hat somit antioxidative Wirkungen. Es erhöht die Produktion von weißen Blutkörperchen, die der Schlüssel zur Bekämpfung von Infektionen sind.

Vitamin C hat auch eine zentrale Bedeutung beim Aufbau von Kollagen (Bindegewebe, Knorpel und Knochen), Carnitin und Hormonen, und fördert die Aufnahme von Eisen.

Die empfohlene Zufuhr pro Tag beträgt laut DGE für Erwachsene zwischen 90 - 110 mg. Mit frischem Obst und Gemüse ist der Tagesbedarf leicht gedeckt.

Die besten Quellen: Acerola Kirsche, Hagebutten, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Kombucha, Guave, Kartoffeln, Brokkoli, rote/gelbe Paprika, Fenchel, Papaya, Kohlrabi, Rotkohl, Erdbeeren, Spinat, Mangold, Feldsalat, Zitrusfrüchte wie Grapefruit, Orangen, Zitronen, Limetten, Kiwi und Clementinen.5

Vitamin D

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Vitamin D aktiviert die Abwehrzellen (T-Zellen) und reguliert das Immunsystem. Es wirkt auch positiv auf Gene ein, die mit der Entstehung von Autoimmunerkrankungen in Zusammenhang stehen.

Vitamin D unterstützt die Mineralisierung der Knochen, den Muskelstoffwechsel und beeinflusst verschiedene Hormone. Durch UV-Strahlung kann Dein Körper das Vitamin sogar selbst herstellen.6

Für eine gute Vitamin-D-Versorgung solltest Du Dich regelmäßig im Freien unter Sonneneinwirkung aufhalten. Ein Viertel Deiner Haut (Gesicht, Hände, Teile von Armen und Beinen) sollte dabei der Sonne ausgesetzt sein.7 Die angemessene Tageszufuhr von Vitamin D über die Nahrung kann daher nur geschätzt werden und liegt laut DGE bei 20 Mikrogramm für Erwachsene (bei fehlender endogener Synthese (körpereigener Herstellung) durch Sonneneinstrahlung).8

Die besten Vitamin D Quellen: Fette Fische wie Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch sowie auch Lebertran (Fischöl), Käse, Eigelb und Steinpilze.

Vitamin E

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Vitamin E ist in die Schutzhüllen der Zellen (Zellmembran) eingebaut und interagiert dort mit freien Radikalen. Somit hat es eine wichtige antioxidative Wirkung und auch einen zell-stabilisierenden Effekt. Darüber hinaus ist es wichtig zur Aufrechterhaltung des Nervensystems und der Skelettmuskulatur.9

Vitamin E wird ausschließlich von Pflanzen und einigen Bakterien gebildet. Du bist also auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Bei dem Vitalstoff handelt es sich um eine ganze Gruppe von ähnlich wirkenden Stoffen, die unterschiedliche Verwendung im menschlichen Körper finden. Daher kann der Tagesbedarf nur geschätzt werden. Die DGE empfiehlt zwischen 12-14 mg bei Erwachsenen.

Die besten Quellen: Pflanzenöle wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Olivenöl, Sojaöl, Rapsöl sowie auch Mandeln, Nüsse, Vollkornprodukte.

Vitamin B2 ( Riboflavin)

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Vitamin B2 trägt zur Erhaltung der Haut und Schleimhäute sowie zur normalen Funktion des Nervensystems und des Energiestoffwechsels bei. Es schützt die Zellen vor oxidativem Stress.

Vitamin B2 kommt in vielen Lebensmitteln ausreichend vor, sodass ein Mangel nur in seltenen Ausnahmefällen vorkommt. Laut DGE liegt die empfohlene Tagesdosis bei 1,1 - 1,4 mg für Erwachsene.10

Die besten Quellen: Innereien (Leber, Niere, Herz), Leberwurst, Milch, Käse (Camembert, Bergkäse, Emmentaler, Brie), Quark, Fisch (Seelachs, Makrele), Getreidekeimflocken.

Vitamin B6

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Vitamin B6 stärkt die Abwehrkräfte und trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und Regulation des Hormonhaushalts bei. Es ist an ca. 100 Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Gleichzeitig trägt es durch die Bildung von Botenstoffen wie Serotonin und Dopamin zu starken Nerven und besserer Konzentrationsfähigkeit bei.11 Die DGE empfiehlt für Erwachsene 1,2 - 1,6 mg pro Tag.

Die besten Quellen: Fisch (Lachs, Sardine, Makrele), Fleisch (Hühnerfleisch, Rinderfilet, Schweinefleisch, Leber), Nüsse, Kartoffeln, Tomaten, roter Paprika, Kohl, grüne Bohnen, Sojabohnen, Linsen, Salat, Avocados, Bananen, Weizenkeime.12

Vitamin B12

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Vitamin B12 ist wichtig für die Zellteilung und das Zellwachstum, die Blutbildung und eine normale Nervenfunktion. Außerdem hat es eine Schlüsselfunktion beim Stoffwechsel der Folsäure inne. Bei Erwachsenen beträgt der Schätzwert für die empfohlene Tagesdosis 3-4 Mikrogramm.

Da Vitamin B12 ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt werden kann, nehmen wir es vor allem über tierische Lebensmittel auf. Die bedarfsdeckende Vitamin-B12-Zufuhr ausschließlich mit pflanzlichen Lebensmitteln ist laut DGE bisher nicht möglich, da die enthaltenen B12-Mengen schwanken und auch die Aufnahmerate im menschlichen Körper unklar ist.13 Solltest Du Dich vegan ernähren, empfehlen wir Dir daher, mit Vitamin-B12-Präparaten zu supplementieren.

Die besten Quellen: Rinderleber, Schweineleber, Sardellen, Muskelfleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Käse (Emmentaler, Brie),14 sowie Vitamin B12-Präparate oder mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel als tierische Ersatzprodukte.

Spurenelemente

Diese drei Spurenelemente tragen besonders zur Stärkung Deines Immunsystems bei: Zink, Selen und Eisen.

Zink

Zink ist ein fester Bestandteil der Abwehrreaktion des Immunsystems. Es hat antioxidative Wirkung und dient somit als Zellschutz. Es macht weiße Blutkörperchen im Kampf gegen Krankheitserreger fit und wird auch selbst aktiv.15

Dein Körper kann es weder selbst herstellen, noch speichern, daher musst Du es täglich mit der Nahrung zuführen. Laut DGE liegt der tägliche Zinkbedarf bei 7-10 mg für Erwachsene.

Die besten Quellen: Austern, Garnelen, Seefisch, Fleisch, Milch, Käse (vor allem Edamer), Weizenkeime, Weizenkleie, Mohn, Kürbiskerne, Sesam, Hefeflocken, Leinsamen, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Cashewnüsse, Naturreis.16

Selen

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Selen ist Bestandteil von antioxidativ wirkenden Enzymen und schützt die Körperzellen vor Angriffen durch freie Radikale. Zudem wird das Spurenelement für die Produktion von Schilddrüsenhormonen und für die Bildung von Spermien benötigt. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene laut DGE ist zwischen 60-70 Mikrogramm.

Die besten Quellen: Fleisch, Fisch, Wurst, Eier, Meeresfrüchte, Paranüsse, Spargel, Pilze, Knoblauch, Zwiebeln, Weißkohl, Brokkoli, Hülsenfrüchte.

Eisen

Eisen ist unabdingbar für ein funktionierendes Immunsystem. Es kann Elektroden umkehrbar abgeben und bildet die Grundlage für Stoffwechselfunktionen von fast allen Organismen. Eisen senkt das Risiko für bakterielle Infektionen und stärkt die zelluläre Immunabwehr.17 Darüber hinaus transportiert es Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben und speichert ihn in den Muskeln. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene laut DGE liegt zwischen 10-15 mg.

Die besten Quellen: Rotes Fleisch, Leber, Blutwurst, Sojabohnen, Weizenkleie, Kürbiskerne, Sesam, Pistazien, Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Quinoa, Amaranth, Hirse, getrocknete Pfifferlinge, Spinat.

15 Heilpflanzen für Deine Abwehrkräfte

Heilkräuter finden bei uns oft als Gewürz beim Kochen Anwendung und sind auch als Öl- oder Tee-Mischungen überaus beliebt.

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Diese 15 Heilpflanzen können Deine Abwehrkräfte besonders gut unterstützen:

  • Thymian: wirkt antiseptisch besonders in Lunge und an Schleimhäuten
  • Oregano: wirkt antibakteriell und unterstützt so das Immunsystem
  • Ingwer: wirkt vorbeugend und lindernd bei Erkältungen
  • Kurkuma: wirkt antiviral, entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem
  • Koriander: wirkt antibakteriell und ist ein natürliches Antibiotikum
  • Salbei: wirkt entzündungshemmend und keimtötend
  • Rosmarin: wirkt antibakteriell und entzündungshemmend
  • Melisse: wirkt beruhigend und hilft gegen Stress
  • Kamille: unterstützt die Produktion weißer Blutkörperchen für die Immunabwehr
  • Kümmel: wirkt antibakteriell, keimhemmend und als Mittel gegen Pilze
  • Sonnenhut: stärkt aktiv das Immunsystem
  • Ginseng: steigert die Produktion von Antikörpern
  • Rosenwurz: hilft bei Stress und regt den Energiestoffwechsel an

Nahrungsergänzungsmittel als zusätzliche Unterstützung für Deine Immunabwehr

Du kennst es - die alljährliche Erkältungswelle rollt heran, Husten und Niesen breiten sich aus. In der dunklen Jahreszeit herrscht bei vielen Menschen beispielsweise ein Vitamin D-Mangel, der das Immunsystem schwächt. Hier liegt die Frage nahe, ob und welche Nahrungsergänzungsmittel das Immunsystem stärken können.

Aber auch unter bestimmten Umständen oder Lebensphasen (zum Beispiel Stress oder Ernährungseinschränkungen), können Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung des Immunsystems berücksichtigt werden.

Welche Nahrungsergänzungsmittel stärken das Immunsystem

Nahrungsergänzungsmittel können eine hilfreiche und gute Unterstützung für Dein Immunsystem sein. Wichtig ist, dass Du Dich vorab gut informierst, um das richtige Mittel auswählen zu können. Beachte, dass es sich hierbei um Ergänzungsmittel handelt und Du deshalb eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht vernachlässigen solltest.

Die Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel eine Kombination aus einem oder auch mehreren Mikronährstoffen. Es gibt sowohl reine Vitamin- und Mineralstoffpräparate als auch Nahrungsergänzungsmittel, die mit sekundären Pflanzenstoffen kombiniert sind.

Bei der Darreichungsform kannst Du zwischen Kapseln, Tabletten, Granulat oder fertigen Trinkampullen wählen.

Falls Du nach einem Nahrungsergänzungsmittel suchst, um Dein Immunsystem zu stärken, empfehlen wir Dir von Herzen unser Vita C-O-C aus 100% pflanzlichen Rohstoffen. Es enthält drei kraftvolle Helfer für Dein Immunsystem: Curcumin (der Kurkumapflanze), Weihrauch (Olibanum) und Vitamin C.

Durch die einzigartige Mizellen-Technologie wird es zu nahezu 100% von Deinem Körper aufgenommen und lässt keine Überdosis zu. Auf diese Weise profitieren Du und Deine Gesundheit maximal.

Das Immunsystem von Kindern stärken

Kinder sind deutlich anfälliger für Erkältungen und andere Erkrankungen. Das liegt daran, dass ihr Immunsystem noch nicht so ausgereift ist wie das eines Erwachsenen. Das Immunsystem "lernt" mit jedem Infekt dazu und neue Erreger über die Jahre hinweg besser zu bekämpfen.

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Um das Immunsystem von Kindern zu stärken, sollten sie nicht durch übertriebene Hygienemaßnahmen abgeschottet werden, sondern ganz im Gegenteil viel in Kontakt mit der Natur, mit Tieren, anderen Kindern sowie Tages- und Sonnenlicht kommen. Dadurch lernt das Immunsystem neue Keime kennen und erweitert das immunologische Gedächtnis, es wird also erst aufgebaut.18

Daneben sind viel Flüssigkeit und vielseitige Ernährung essentiell. Beachte dabei jedoch die Besonderheiten in Bezug auf einzelne Lebensmittel, die bei Erwachsenen zwar für das Immunsystem förderlich für Kinder jedoch schädlich sein können.

Fazit: Eine gesunde Lebensweise stärkt Dein Immunsystem auf natürliche Art

Wie Du siehst, ist das Immunsystem Deines Körpers ein komplexes und ziemlich beeindruckendes System, das Deinen Beifall und Deine Aufmerksamkeit verdient. Unzählige Zellen und Organe spielen zusammen, um Dich optimal vor allen möglichen Umwelteinflüssen zu schützen und kerngesund zu halten.

Die meisten Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem sind hausgemacht - durch eine ungesunde Lebensweise. Sie sind leicht vermeidbar, wenn Du Dir ein paar goldene Regeln für Deine Gesundheit zu Herzen nimmst.

Mit unseren Tipps für ein starkes Immunsystem möchten wir Dich bestmöglich unterstützen und Dir zeigen, dass Du eine gute Immunabwehr auf vielen Ebenen boosten und pflegen kannst. Eine bunte, vielseitige Ernährung, ausreichende Ruhephasen und viel Bewegung an der frischen Luft sind wie ein Liebesbrief an Dein Immunsystem. Es hält Dich kerngesund und macht Dich obendrein auch noch glücklich - mit Sicherheit!

Quellen:

  1. Stoyan Dimitrov, Tanja Lange, Cécile Gouttefangeas, Anja T.R. Jensen, Michael Szczepanski, Jannik Lehnnolz, Surjo Soekadar, Hans-Georg Rammensee, Jan Born, Luciana Besedovsky; Gαs-coupled receptor signaling and sleep regulate integrin activation of human antigen-specific T cells. J Exp Med 4 March 2019; 216 (3): 517–526. doi: 10.1084/jem.20181169
  2. Hirshkowitz, M., Whiton, K., Albert, S. M., Alessi, C., Bruni, O., DonCarlos, L., Hazen, N., Herman, J., Katz, E. S., Kheirandish-Gozal, L., Neubauer, D. N., O'Donnell, A. E., Ohayon, M., Peever, J., Rawding, R., Sachdeva, R. C., Setters, B., Vitiello, M. V., Ware, J. C., & Adams Hillard, P. J. (2015). National Sleep Foundation's sleep time duration recommendations: methodology and results summary. Sleep health, 1(1), 40–43. 10.1016/j.sleh.2014.12.010
  3. Apotheken.de: Lachen ist Medizin, 21.04.2021
  4. Bundeszentrum für Ernährung: Das Immunsystem stärken, 21.04.2021
  5. Medomio: Die 22 Vitamin C-reichsten Lebensmittel, 20.04.2021
  6. AOK Gesundheitsmagazin: Das Immunsystem stärken – mit diesen Vitaminen und Spurenelementen, 21.04.2021
  7. Gesundheit.gv.at: Vitamin D, 21.04.2021
  8. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D, 21.04.2021
  9. netdoktor.at: Vitamin E, 21.04.2021
  10. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Riboflavin (Vitamin B₂), 21.04.2021
  11. Das Ernährungshandbuch: Vitamin B6 – wichtig für Immunsystem, Nerven und Stoffwechsel, 21.04.2021
  12. Apotheken-Umschau: Vitamin B6 (Pyridoxin), 21.04.2021
  13. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin B12, 21.04.2021
  14. Verbraucherzentrale: Vitamin B12-Ergänzung für Blutbildung, Nervenfunktion und Immunsystem?, 21.04.2021
  15. cambridge.org: Zinc and the immune system, 21.04.2021
  16. jedesessenzählt.de: Was sind die besten pflanzlichen Zinkquellen?, 21.04.2021
  17. Nielsen P. (2020). Die Rolle des Eisens bei Infektionen : Immunologie [Role of iron in infection]. MMW Fortschritte der Medizin, 162(16), 22–24. 10.1007/s15006-020-4320-0
  18. Netdoktor: Immunsystem bei Kindern, 21.04.2021

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