Kurkuma für Verdauung, Magen & Darm

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Kurkuma, auch gelber Ingwer, Goldwurzel oder Safranwurzel genannt, hat eine lange Tradition und Geschichte. Es ist seit mehr als 5.000 Jahren bekannt für seine Heilwirkungen und eignet sich neben weiteren gesundheitlichen Vorteilen hervorragend zur Unterstützung der Verdauung.

Die Gesundheit Deines Darms ist von großer Bedeutung für Deine allgemeine Gesundheit und nicht ohne Grund gilt der Darm als Zentrum des Immunsystems. Genau das macht die positive Wirkung von Kurkuma so interessant und wichtig in unserer Ernährung.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma wird hauptsächlich als Gewürz verwendet und hat eine lange Geschichte in der traditionellen Medizin. Es wird aus den Rhizomen oder Wurzeln der blühenden Pflanze gewonnen. Ursprünglich stammt Kurkuma aus Indien und anderen Teilen Südostasiens.

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In diesen Ländern gilt Kurkuma als heilige Pflanze, insbesondere in Indien, wo sie lange Zeit einen wichtigen Platz in der sozialen, kulturellen und therapeutischen Tradition einnahm. Kurkuma spielt auch eine herausragende Rolle in der indischen medizinischen Tradition, dem Ayurveda.

Dort wird es beispielsweise eingesetzt bei:

  • Gallenleiden und zur Unterstützung von Leber und Gallenblase (Produktion der Galle)
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Reizdarm
  • Verdauungsstörungen
  • Beschwerden oder Schmerzen im Bereich des Bauches
  • Darmentzündungen

Kurkuma gilt als Lebensmittel mit Eigenschaften, die den Körper reinigen und zur Behandlung von Verdauungsstörungen, Fieber, Entzündungen, Arthritis und Lebererkrankungen eingesetzt werden. Auch in der chinesischen und tibetischen traditionellen Medizin wird Kurkuma seit Jahrhunderten verwendet.

Weitere Informationen rund um die traditionelle Verwendung und den Stand der Wissenschaft von Kurkuma erfährst Du im Beitrag "Wie gesund ist Kurkuma wirklich?".

Welche Wirkung hat Kurkuma für die Verdauung?

Mittlerweile sind nach erst 50 Jahren die Heilkräfte der Pflanze auch in den westlichen Ländern bekannt geworden, vor allen Dingen die erstaunliche Wirkung von Kurkuma auf die Verdauung. So kannst Du Kurkuma zum Beispiel bei Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und anderen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt einsetzen.

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Durch die zwei wichtigsten Inhaltsstoffe (ätherisches Öl und Curcumin) wird der Gallenfluss beeinflusst und fördert dabei die choleretische Wirkung.

  • Wenn der Körper nicht genügend Gallenflüssigkeit produziert und ausscheidet, führt dies dazu, dass die Fettverdauung unvollständig abläuft. Die Folge davon sind Völlegefühl, Bauchschmerzen und Blähungen.
  • Wenn das Fett nicht richtig aufgrund fehlender Gallenproduktion verdaut wird, bleiben Reste des Fettes im Dickdarm zurück, zersetzen sich dort und verursachen die oben genannten Probleme.

Kurkuma ist ein vorbeugendes und wirksames Mittel zur Linderung von Verdauungsproblemen. Da Kurkuma verdauungsfördernd ist, wird Fett leichter verdaut und die Leber entlastet.

Studie zur Wirkung von Kurkuma bei Verdauungsstörungen

In einer Studie mit 440 Probanden, von denen 36% an einem Reizdarm, 34% an Dyspepsie (Reflux, Völlegefühl, Sodbrennen und Übelkeit), 18% Störungen im Gallensystem und 12% mit anderen Beschwerden des Verdauungssystems teilgenommen haben, wurde die heilende Wirkung von Kurkuma nachgewiesen. Von den Teilnehmern hatten 80% bereits chronische Beschwerden.

Die Probanden erhielten 4 Wochen lang täglich ca. 2,8 Gramm Kurkuma und es wurde eine Abnahme der Beschwerden, wie Blähungen, Verstopfung, Erbrechen, Schmerzen im Bauch oder Übelkeit beobachtet.

Bereits nach der Abgabe von 6 Wochen trat eine Besserung ein. Kurkuma wurde von über 95% der Probanden als sehr gut und gut bewertet. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Probanden eine relativ hohe Menge von Kurkuma erhalten haben und es keine Placebo-Gruppe dazu gab.

Was bewirkt Kurkuma im Darm?

Wie bereits erwähnt, wird Kurkuma in der indischen Ayurveda Medizin seit Tausenden von Jahren geschätzt. In den 70-er Jahren zeigte eine Studie bei Tieren auf, dass Kurkuma bei Entzündungen hilfreich ist.

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Dass die Pflanze entzündungshemmend wirkt, ist zwar schon seit über 40 Jahren bekannt, doch Studien bei entzündlichen Darmerkrankungen wie bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa gab es bislang nicht.

Wirkt Kurkuma bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn?

Im Jahr 2005 gab es die erste Studie mit 10 Patienten, von denen 5 an Morbus Crohn und 5 an Colitis ulcerosa litten. Die Patienten mit einer Entzündung am Mastdarm erhielten 2-mal täglich 550 mg Curcumin über 30 Tage und einen weiteren Monat dieselbe Dosis 3-mal am Tag.

Die andere Gruppe, die Morbus Crohn hatte, erhielt im ersten Monat 10 mg mehr 3-mal täglich und im darauffolgenden Monat 4-mal am Tag. Bisherige Medikamente wurden weiterhin eingenommen.

Nach 60 Tagen hatten die Patienten mit Colitis ulcerosa deutliche Verbesserungen der Beschwerden, sodass sie teilweise die Medikamente verringern oder sogar ganz darauf verzichten konnten. Alle fühlten sich allgemein besser. Auch die Entzündungswerte verringerten sich auf Normalbereich. In der anderen Gruppe berichteten die Probanden ebenso von deutlichen Verbesserungen.

Ist Kurkuma gut für den Darm?

Nicht nur Probiotika, auch Kurkuma kann unterstützend für einen gesunden Darm sein und schwerwiegenden Darmerkrankungen vorbeugen. Kurkuma kann mehrere Komponenten in Deiner Verdauung positiv beeinflussen.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Curcumin unterstützt die Verdauung, indem es die glatten Muskeln an den Wänden entspannt und die Nahrung sanft durch den Darm drückt. Es hilft auch Blähungen zu verhindern, wenn Lebensmittel verdaut werden.
  • Ein gesunder Dickdarm ist für eine effiziente Darmfunktion sowie für die Förderung und das Wachstum freundlicher Darmbakterien unerlässlich. Kurkuma fördert das Gleichgewicht zwischen Deiner Darmflora und der Immunantwort, indem es die Drüsen an der Oberfläche dazu anregt, sich zu regenerieren und zu heilen, wenn pathogene Bakterien oder undichter Darm vorhanden sind.
  • Kurkuma hilft der Magenschleimhaut auf verschiedene Weise. Es hemmt die Enzyme, welche die Gesundheit des Magens beeinträchtigen und fördert die Sekretion von Magenschleim. Dieser schützt vorrangig gegen Schäden durch Magensäure.
  • Die Cholesterinausscheidung wird erhöht, indem es die Produktion von Galle steigert. Wenn Du Kurkuma mit ballaststoffreichen Lebensmitteln kombinierst, kann Deine Leber das Cholesterin effizienter reinigen, indem es zur Ausscheidung direkt in den Dickdarm befördert wird.

Hat Kurkuma eine Wirkung bei Beschwerden mit dem Magen?

Wie Untersuchungen aus dem Jahr 2015 zeigen, hilft Kurkuma auch bei Problemen mit dem Magen bis hin zu Magengeschwüren. Es ist das Ergebnis eines Ungleichgewichts der Magen-Darm-Flüssigkeiten im Magen und Zwölffingerdarm sowie des Bakteriums Helicobacter pylori, das Schmerzen in der Magenschleimhaut verursacht.

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Laut der Studie hemmt Kurkuma 84,7% der Wunden. Weiterhin wird festgestellt, dass Ethanol-induzierte Läsionen wie Nekrose, Erosion und Blutungen der Magenwand nach oraler Einnahme von ätherischen Ölen signifikant reduziert wurden.

Kurkuma und die Verdauung im Magen

Die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften von Kurkuma können dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern, die durch scharfes Essen, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel entstehen können.

Verbindungen in Kurkuma unterstützen den Verdauungsprozess, was bedeutet, dass Dein Magen weniger Säure produziert und Blähungen verhindern werden.

Hilft Kurkuma bei Durchfall?

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sowie Medikamente oder Lebensmittelvergiftungen können den Verdauungstrakt stören und Durchfall verursachen. Regelmäßig eingenommen, kann Kurkuma helfen, dieses Problem zu beheben, ohne dass Medikamente erforderlich sind.

Die Linderung erfolgt durch das im Gewürz enthaltene Magnesium und Kalium, das gegen Austrocknung wirkungsvoll ist und es ermöglicht, das Gleichgewicht im Darm wiederherzustellen.

Hilft Kurkuma bei Verstopfung?

Wie Du bereits erfahren hast, kann die Einnahme von Kurkuma bei Blähungen und anderen Magenbeschwerden hilfreich sein. Es lindert Entzündungen, stärkt die Darmwände und wirkt bei regelmäßiger Einnahme nicht nur bei Durchfall, sondern auch bei Verstopfung, da es Pilze und schädliche Darmbakterien zerstören kann.

Welche Nebenwirkungen hat Kurkuma?

Obwohl Kurkuma normalerweise von vielen Menschen gut vertragen wird kann es, besonders bei zu hohem Verzehr zu Nebenwirkungen kommen.

Trotz verdauungsfördernder Wirkung kann sich Kurkuma negativ auf den Magen auswirken. Hohe Dosen von Kurkuma können außerdem Magen-Darm-Probleme, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall verursachen und somit kontraproduktiv wirken.

In einigen Fällen kann es durch einen stark erhöhten Konsum von Kurkuma auch zu Anämie und langsamer Blutgerinnung kommen. Wer Blutverdünner einnehmen muss, sollte auf Kurkuma verzichten, da dies die Wirkung verstärken kann.

Wenn Du jedoch nicht mehr als 2 mg pro kg Körpergewicht zu dir nimmst, brauchst Du Dir über diese Nebenwirkungen normalerweise keine Sorgen zu machen.

Achte deshalb immer auf die Dosis, die Du einnimmst. Die Menge hängt stets von Deiner allgemeinen Gesundheit ab. Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), nicht mehr als 2 mg Kurkuma pro kg Körpergewicht zu verzehren.

Wie kann Kurkuma am besten eingenommen werden?

Kurkuma kann als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen oder auch frisch als Gewürz verwendet werden.

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Hierbei solltest Du eine wichtige Sache beachten, die leider immer noch zu oft vergessen wird. Kurkuma hat eine sehr geringe Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass von dem, was Du an Kurkuma verzehrst, nur ein winziger Teil tatsächlich während der Verdauung aufgenommen und verwertet werden kann. Man spricht hier von weniger als 1% bis rund 3%.

Der größte Teil des aufgenommenen Curcumins wird metabolisiert, bevor es in Deinem Darm aufgenommen werden kann. Dies ist auf die Aktivität der Verdauungsenzyme im Magen, Darm und der Leber zurückzuführen. Um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen, wird Kurkuma oft zusammen mit Piperin empfohlen. Wir raten Dir aber davon eher ab, da Studien belegen, dass Piperin die Verdauung hemmt und somit keinen positiven Einfluss auf Deine Zellen haben kann. Weiter wurde herausgefunden, dass Piperin die Darmdurchlässigkeit erhöht sowie Autoimmunerkrankungen entwickelt werden können.

Falls Du mehr über die Kombination von Kurkuma und Piperin erfahren möchtest, dann ist sicher der Artikel "Kurkuma mit Piperin: Was bewirkt der Pfeffer-Extrakt?" für Dich interessant.

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Wenn Du Kurkuma also in Deine Ernährung integrierst, dann greife regelmäßig zu Kurkuma, um etwas von der Heilkraft spüren zu können. Schau Dir dazu gerne unsere Rezepte wie Kurkuma Tee, Kurkuma-Ingwer-Shot, Kurkuma Wasser oder Kurkuma Honig an.

Falls Du Dich für Kurkuma Nahrungsergänzung entscheidest, raten wir Dir von Herzen zu unserem Vita Curcuma. Es hat eine einzigartig hohe Bioverfügbarkeit von fast 100% und ist rein pflanzlich. Vita Curcuma basiert auf einer neuen Mizellen-Technologie. Hierbei wird das Kurkuma beziehungsweise Curcumin so für Deinen Körper aufbereitet, dass es bei der Verdauung ganz leicht aufgenommen und ins Blut transportiert werden kann.

Fazit: Kurkuma ist wohltuend für Magen, Darm und Verdauung

Die Heilpflanze Kurkuma ist schon seit über 5.000 Jahren wegen den vielseitigen, gesundheitsfördernden Wirkungen bekannt. Besonders für die Verdauung ist der Verzehr Balsam für Deinen Körper.

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Durch die anregende Wirkung auf die Gallensaftproduktion wird die Fettverdauung verbessert, die den Stuhlgang fördert, Verstopfung vorbeugt und hilfreich bei Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden ist.

In mehreren ersten Studien wurde nachgewiesen, dass Kurkuma eine positive Wirkung bei Magenschmerzen, Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa haben kann.

Um die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma voll auszuschöpfen, solltest Du frischen Kurkuma zu einem festen Bestandteil Deiner Ernährung machen. Die Bioverfügbarkeit von Kurkuma ist sehr gering, weshalb nur winziger Teil der Wirkstoffe im Körper ankommt. Alternativ empfehlen wir Dir unser Vita Curcuma mit über 99% Bioverfügbarkeit.

Kurkuma hat bei angemessener Dosierung so gut wie keine Nebenwirkungen. Achte jedoch auf mögliche Wechselwirkungen wie etwa mit Blutverdünnern.

Falls Du Fragen rund um das Thema Kurkuma und Verdauung hast, dann hinterlasse einfach einen Kommentar. Wir freuen uns von Dir zu hören und melden uns schnellstmöglich bei Dir.

Quellen:

  1. Holt PR, Katz S, Kirshoff R. Curcumin therapy in inflammatory bowel disease: a pilot study. Dig Dis Sci. 2005 Nov;50(11):2191-3. doi: 10.1007/s10620-005-3032-8. PMID: 16240238.
  2. aok.de: Was ist wirklich dran am Kurkuma Effekt, abgerufen am 17.04.21
  3. Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann: Kurkuma, Uniklinik Freiburg

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