Die natürliche Wirkung von Kurkuma auf die Haut

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In diesem Artikel erfährst Du, was die Heilpflanze Kurkuma alles kann und warum sie nicht nur als Gewürz der absolute Bringer ist. Wir erklären Dir, welche Wirkung Kurkuma auf die Haut hat und wie Du davon am Besten profitieren kannst.

Du wirst überrascht sein, wie vielfältig Kurkuma in der Hautpflege einsetzbar ist. Selbst bei akuten Hauterkrankungen kann die Wunderknolle mit herkömmlichen Arzneimitteln mithalten - und das auf ganz natürliche Weise.

Die Heilpflanze Kurkuma

Kurkuma ist Dir sicher als Zutat in Pulverform oder auch als frische Wurzel zum Würzen von Speisen und Getränken vertraut. In der fernöstlichen Medizin, vor allem in der Ayurveda-Medizin und der chinesischen Medizin, wird die Pflanze bereits seit mehr als 4.000 Jahren eingesetzt. Sie gilt als reinigend und energiespendend.

Besonders der im Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin hat eine Vielzahl gesundheitsfördernder und heilender Eigenschaften, die auch bei uns in Deutschland mittlerweile bekannt und stark gefragt sind.

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So wirkt Kurkuma unter anderem verdauungsfördernd, entgiftend und verringert das Risiko für Herzerkrankungen. Aufgrund ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften wird Kurkuma häufig zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten eingesetzt. Studien haben gezeigt, dass Kurkuma die Symptome von Arthritis lindern1, Darmentzündungen verhindern und den Verlauf von Erkrankungen wie Alzheimer, Depressionen und Krebs positiv beeinflussen kann.

Kurkuma wird bei uns bisher vor allem zur inneren Anwendung genutzt, also durch die Einnahme mit Speisen oder als Nahrungsergänzungsmittel. Ihre antioxidativen und antientzündlichen Eigenschaften machen sie jedoch auch für die äußere Anwendung, vor allem auf der Haut, äußerst interessant.

Die Wirkung von Kurkuma auf die Haut

Kurkuma-Cremes, Gesichtswasser und Masken - das Angebot für die äußerliche Hautpflege ist vielfältig. Aufgrund ihrer medizinischen Eigenschaften ist Kurkuma zu einem beliebten Bestandteil von Haut- und Schönheitsprodukten vor allem in der Naturkosmetik geworden. Doch inwiefern kann die orangene Knolle Deiner Haut wirklich gut tun und welche genaue Wirkung zeigt Kurkuma auf Deiner Haut?

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Kurkuma gegen Pickel und Herpes

Durch ihre antibakterielle Wirkung tötet Kurkuma Keime, Bakterien und Viren auf der Haut ab und verhindert Hautunreinheiten. Pickel, Mitesser und andere Störenfriede werden es dank Kurkuma auf Deiner Haut also schwer haben. Da Curcumin außerdem die Talgproduktion reguliert, kann Kurkuma Akne vorbeugen.

Kurkuma gegen Herpes: Sobald Du das altbekannte Jucken wahrnimmst, kann eine frisch aufgeschnitte Scheibe Kurkuma auf der betroffenen Stelle helfen. Curcumin wirkt speziell gegen Herpesviren, das haben erste In-Vitro Studienergebnisse gezeigt.2

Die weitere Erforschung läuft auf Hochtouren, sodass es in Zukunft sicherlich gute Chancen geben wird, dass Kurkuma als Alternative zu herkömmlichen Medikamenten zum Einsatz kommt.

Kurkuma als Wundheiler

Kurkuma wirkt, wie Du schon weißt, entzündungshemmend und abschwellend. Dadurch unterstützt sie die schnellere Wundheilung und zeigt auch bei chronischen Wunden vielversprechende Resultate.3

Auch übermäßige Narbenbildung soll mithilfe von Kurkuma gemildert werden können. Empa-Forscher haben einen Schaumstoff entwickelt, der den natürlichen Heilungsprozess optimiert. Curcumin ist dabei die wichtigste bioaktive Substanz. Sie soll das Verhalten und die Funktion der Zellen steuern und die natürliche Wundheilung unterstützen.4

Kurkuma gegen Falten

Kurkuma wirkt antioxidativ, das heißt, sie bindet freie Radikale, welche die Ursache von oxidativem Stress und vielen Erkrankungen sind und zudem die Haut schneller altern lassen.5,6 Darüber hinaus stimuliert Kurkuma die Kollagenbildung und sorgt so für ein strafferes Hautbild. Ein wahres Anti-Aging Highlight und das auf ganz natürliche Weise!

Kurkuma für bessere Durchblutung

Curcumin verhindert das Verklumpen von Blutplättchen, die die Gefäße verstopfen können und fördert so die Durchblutung. Das wirkt sich auch auf Deine Hautdurchblutung aus, sodass Dir eine regelmäßige Kurkuma-Maske zu einem rosig frischen Teint verhelfen kann.

Kurkuma als Feuchtigkeitsspender

Eine Humanstudie stellte fest, dass die tägliche Verabreichung von Kurkuma-Extrakt zu einer signifikanten Erhöhung der Hyaluronproduktion und anschließenden Erhöhung des Wassergehalts in der Gesichtshaut führte. Die Ergebnisse legten nahe, dass Curcumin als wirksames Mittel zur Feuchtigkeitsspende eingesetzt werden kann.7

Kurkuma gegen Pigmentierung

Eine Studie fand heraus, dass Curcumin unter anderem die Produktion von Melanin in den Hautzellen reduzierte, wodurch Pigmentflecken behandelt werden können.8 Auch bei der Aufhellung von dunklen Flecken oder Brandflecken sowie bei der Minderung von Dehnungsstreifen soll Kurkuma wirksam sein.

Kurkuma Wirkung auf die Haare

Ein kurzer Schwenk von Haut zu Haar: Indische Frauen nutzen Kurkuma seit jeher für gepflegte, glänzende Haare. Kurkuma versorgt Deine Haarwurzeln mit wichtigen Nährstoffen, wirkt pflegend und kann Dir Linderung bei Schuppen und juckender Kopfhaut verschaffen. Trage dafür einfach eine Mixtur aus etwas Olivenöl mit einem Esslöffel Kurkuma Pulver auf die Kopfhaut auf und massiere sie gut ein.

Hilft Kurkuma bei Hauterkrankungen?

In der Ayurveda-Medizin und chinesischen Medizin wird Kurkuma traditionell zur Behandlung von inneren und äußeren Entzündungen, Lebererkrankungen und Akne verwendet.9

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Was in der fernöstlichen Medizin und Heilkunde schon seit Jahrtausenden ungeschriebenes Gesetz ist, wurde bei uns erst im letzten Jahrhundert genauer unter die Lupe genommen. Die ersten wissenschaftlich fundierten Studien-Ergebnisse, die die antibakteriellen Eigenschaften von Kurkuma belegten, gab es 1949.10

In-Vitro Studien haben zahlreich belegt, dass Curcumin unter anderem entzündungshemmende, antioxidative und wundheilende Eigenschaften hat.10 Auch wenn es bis dato mehrere Tausend Studienergebnisse zu Kurkuma gibt, gibt es erst wenige Erkenntnisse aus Humanstudien, sodass die Aussagen zur Wirkungsweise von Kurkuma im menschlichen Körper trotz vielversprechender In-Vitro und In-Vivo Ergebnisse verhalten bleiben.

Obwohl sich die meisten Studien in der Anfangsphase befinden, hat sich Curcumin bei einer Reihe menschlicher Hauterkrankungen schon als sicher und wirksam erwiesen, unter anderem bei der Behandlung von Schuppenflechte, Neurodermitis, Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) und Hautläsionen (Veränderungen der Haut wie zum Beispiel Rötungen, Blasen oder Geschwüre).10,11 Auch bei der Behandlung von Hautkrebs, Hautalterung und weiteren Hautinfektionen wird Curcumin bisher als vergleichsweise kostengünstiges, gut verträgliches und wirksames Mittel eingestuft, dessen Anwendungsbreite weiter erforscht wird.7

So nutzt Du Kurkuma für Deine Hautpflege

Natürlich kannst Du Kurkuma von innen heraus wirken lassen, indem Du sie frisch oder als Pulver Deinem Essen zugibst. Doch auch für die äußere Anwendung bieten sich Kurkuma Salben, Masken und Pasten für die Haut an.

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Du möchtest Deine Kurkuma Maske am Liebsten selbst herstellen? Kein Problem, wir zeigen Dir, wie Du Dir Deine Kurkuma Creme mit nur wenigen Zutaten selber machen kannst.

Rezept für Deine Kurkuma Gesichtsmaske

Zutaten:

  • 1 EL Kurkuma
  • 1 EL Kokosöl (feuchtigkeitsspendend und straffend)
  • 1 EL Honig (pflegt die Haut geschmeidig)
  • 1 Spritzer Zitronensaft (wirkt antibakteriell und porenverfeinernd)

Vermische alle Zutaten und verdünne die Masse, falls nötig, mit etwas Wasser. Trage die Paste gleichmäßig auf Gesicht, Hals und Dekolleté auf und lasse sie für 15 bis 20 Minuten einwirken. Spüle sie mit lauwarmem Wasser wieder ab.

Tipps:

  1. Trage die Maske mit Handschuhen auf und nutze bei der Herstellung Edelstahlgeräte, da Kurkuma stark färbt und nachträgliches Entfernen ein Graus sein kann.
  2. Solltest Du durch die Maske eine Gelbfärbung in Deinem Gesicht wahrnehmen, ist das nicht weiter schlimm. Durch das Abwaschen mit Wasser bekommt man Kurkuma gut wieder von der Haut. Zur Not hilft etwas Reinigung mit Pflanzenöl. Zitrone hat übrigens auch eine leicht bleichende Wirkung und wird Dich hier unterstützen.
  3. In unserem Artikel zu Kurkuma Honig erfährst Du, welcher Honig sich am besten für Deine Kurkuma Maske eignet und welche Vorteile Honig für Dich hat.

Wie oft Du eine Kurkuma Maske auftragen solltest? Wende sie regelmäßig 1-2 mal die Woche an und Du wirst feststellen, dass sich Deine Haut viel frischer und elastischer anfühlt.

Führt Kurkuma zu Nebenwirkungen auf der Haut?

Bei der inneren Anwendung kann Kurkuma bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten zu Wechselwirkungen führen. Vereinzelt kommt es auch zu Fällen von Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall. Während der Schwangerschaft, beim Stillen sowie bei Erkrankungen wie Gallensteinen oder Diabetes sollte auf die Einnahme von Kurkuma verzichtet werden.

Bei der äußeren Anwendung auf der Haut sind keine Nebenwirkungen oder schädlichen Effekte bekannt.

Wenn Du unsicher bist, ob Du vielleicht allergisch auf Kurkuma reagierst, dann teste die Wirkung am Besten zuerst an einer kleinen Stelle, zum Beispiel am Unterarm. Warte dann ein bis zwei Tage ab, ob Du Reaktionen feststellen kannst.

Fazit: Kurkuma sorgt für Hautgesundheit

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Kurkuma wirkt sich tatsächlich positiv auf die Hautgesundheit aus und ist weit mehr als nur ein altes Hausmittelchen mit unbestimmter Heilwirkung auf die Haut. Sie wirkt nicht nur lindernd bei Wunden, Herpes und anderen akuten Hautproblemen, sondern schützt Deine Haut auch vor negativen Umwelteinflüssen, die zu Hautunreinheiten und Hautalterung führen können.

Besonders vielversprechend sind die Studienergebnisse zu der Wirkung von Curcumin bei menschlichen Hauterkrankungen, sodass zu hoffen bleibt, dass Kurkuma als Alternative zu herkömmlichen Medikamenten auch bei uns bald den Einzug in die traditionelle Medizin feiern darf.

Wir empfehlen Dir die regelmäßige Anwendung von Kurkuma auf jeden Fall von Herzen. Ob als pflegender Beauty-Booster für die Haut oder als gesundheitsfördernde Zutat in Deinem Essen - Kurkuma wird Dir nur Gutes geben.

Quellen:

  1. Healthline Media: 10 Proven Health Benefits of Turmeric and Curcumin - Arthritis Patients Respond Very Well to Curcumin Supplements
  2. Kutluay, S. B., Doroghazi, J., Roemer, M. E., & Triezenberg, S. J. (2008). Curcumin inhibits herpes simplex virus immediate-early gene expression by a mechanism independent of p300/CBP histone acetyltransferase activity. Virology, 373(2), 239–247. doi: 10.1016/j.virol.2007.11.028
  3. Chandana Mohanty Sanjeeb K.Sahoo (2017). Curcumin and its topical formulations for wound healing applications. Drug Discovery Today, Volume 22, Issue 10, 1582-1592. doi: 10.1016/j.drudis.2017.07.001
  4. Empa - Materials Science and Technology (2019). Prevent excessive scarring, Scars: gone with the foam.
  5. Jinok Baek & Min-Geol Lee (2016) Oxidative stress and antioxidant strategies in dermatology, Redox Report, 21:4, 164-169, doi: 10.1179/1351000215Y.0000000015
  6. Noori Al-Waili, Hamza Al-Waili, Thia Al-Waili & Khelod Salom (2017) Natural antioxidants in the treatment and prevention of diabetic nephropathy; a potential approach that warrants clinical trials, Redox Report, 22:3, 99-118, doi: 10.1080/13510002.2017.1297885
  7. Vollono, L., Falconi, M., Gaziano, R., Iacovelli, F., Dika, E., Terracciano, C., Bianchi, L., & Campione, E. (2019). Potential of Curcumin in Skin Disorders. Nutrients, 11(9), 2169. doi: 10.3390/nu11092169
  8. Sumiyoshi M, Kimura Y. (2009). Effects of a turmeric extract (Curcuma longa) on chronic ultraviolet B irradiation-induced skin damage in melanin-possessing hairless mice. Phytomedicine. Volume 16, Issue 12, December 2009, Pages 1137-1143. doi: 10.1016/j.phymed.2009.06.003
  9. Good Clinical Practice Network. Kurkuma und Kurkuma enthaltende Tabletten und Talgproduktion. Pilotstudie zu den Auswirkungen von oraler Kurkuma und Kurkuma-haltigen Tabletten auf die Talgproduktion.
  10. Gupta, S. C., Patchva, S., Koh, W., & Aggarwal, B. B. (2012). Discovery of curcumin, a component of golden spice, and its miraculous biological activities. Clinical and experimental pharmacology & physiology, 39(3), 283–299. doi: 10.1111/j.1440-1681.2011.05648.x
  11. Vaughn, A. R., Branum, A., and Sivamani, R. K. (2016). Effects of Turmeric (Curcuma longa) on Skin Health: A Systematic Review of the Clinical Evidence. Phytother. Res., 30: 1243– 1264. doi: 10.1002/ptr.5640.

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