Vitamin-D-Mangel Symptome & typische Warnzeichen

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Vitamin D ist einer der wichtigsten Nährstoffe zur Erhaltung einer optimalen Gesundheit. Bei vielen chronischen und ernsthaften Erkrankungen würdest Du wahrscheinlich nicht gerade an einen bestehenden Vitamin-D-Mangel als Auslöser denken. Doch das Vitamin zeigt großes Potential bei der Vorbeugung und Behandlung von verschiedensten Krankheitsbildern; von Depressionen bis hin zu Autoimmunerkrankungen.

Im Folgenden erfährst Du, warum das Sonnenhormon überhaupt so wichtig ist, welche Vitamin-D-Mangel Symptome auftreten können, welche Erkrankungen damit in Verbindung stehen und wer besonders gefährdet ist, nicht genügend mit Vitamin D versorgt zu sein.

Warum ist Vitamin D so wichtig?

Vitamin D ist das einzige Vitamin, welches unser Körper mit Hilfe der Sonnenstrahlung selbst herstellt. Vitamin ist eigentlich eine Fehlbezeichnung; es wird im Fett gespeichert und im Blutkreislauf freigesetzt, um dann in ein Steroidhormon umgewandelt zu werden.

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Leider wurde die Wichtigkeit von Vitamin D über Jahre hinweg unterschätzt. Doch anhand vieler Studien lernen wir immer mehr über das Sonnenhormon und welche Rolle es für unsere Gesundheit spielt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat in den letzten Jahren die Empfehlung für Vitamin D vervierfacht: von 200 IE auf 800 IE pro Tag.

Es gibt zwei unterschiedliche Formen von Vitamin D:

  • Vitamin D2 (Ergocalciferol); wird in Pflanzen gebildet und der Körper wandelt es in Vitamin D3 um.
  • Vitamin D3 (Cholecalciferol); kommt bei Tieren und Menschen vor, wird in der Leber und Niere in das aktive Hormon Calcitriol umgewandelt.

Vitamin D reguliert die Funktionen von über 200 Genen und ist essentiell für Wachstum und Entwicklung. Die Hauptaufgaben von Vitamin D sind:

Knochen & Zähne

Vitamin D sorgt dafür, dass die Knochen gesund und stark sind. Es hilft bei der Aufnahme von Calcium und Phosphat aus dem Darm und bei der optimalen Mineralisation der Knochen und Zähne. Daher wird Vitamin D zur Vorbeugung von Rachitis (Knochenverformung) bei Kindern oder zur Behandlung von Osteomalazie (Knochenerweichung) bei älteren Menschen eingenommen.

Muskulatur

Der Körper braucht ausreichende Mengen an Vitamin D, um die Muskelkraft aufrechtzuerhalten. Eine gute Versorgung mit dem Vitamin ist daher besonders für ältere Menschen wichtig. Starke Muskeln verhindern gefährliche Stürze und daraus resultierende Knochenbrüche. Auch ist die Mobilität mit gesunden Muskeln weniger eingeschränkt.

Immunsystem

Vitamin D unterstützt und stärkt das Immunsystem; es gibt Vitamin-D-Rezeptoren auf den Immunzellen. Es aktiviert wichtige Zellen der Immunabwehr, - die sogenannten Killerzellen - mit denen sich das Immunsystem gegen Krankheitserreger wehrt. Ist zu wenig Vitamin D vorhanden, so arbeiten diese Killerzellen nicht und das Immunsystem ist weniger leistungsfähig; die Anfälligkeit für Infektionen nimmt zu.1

Covid-19 und Vitamin D: weniger Komplikationen

Forscher haben einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem schweren Vitamin-D-Mangel und der Sterblichkeitsrate bei Covid-19 entdeckt.2,3 Die Mehrheit der COVID-19-Patienten scheinen nicht dadurch zu sterben, dass das Virus die Lunge zerstört, sondern aufgrund von Komplikationen, die durch das fehlgeleitete Feuer des Immunsystems entstehen.

Vitamin D stärkt nicht nur unser Immunsystem, es verhindert auch, dass es gefährlich überaktiv wird. Dies bedeutet, dass ein angemessener Vitamin-D-Spiegel Patienten vor schweren gesundheitlichen Problemen, einschließlich des Todes, durch COVID-19 schützen könnte. Die Analyse zeigt, dass gute Vitamin-D-Werte die Sterblichkeitsrate um die Hälfte reduzieren könnten. Das verhindert zwar keine Ansteckung, kann aber Komplikationen reduzieren und den Tod bei den Infizierten verhindern.

Typische Symptome bei Vitamin-D-Mangel

Es gibt eigentlich keine wirklich typischen Vitamin-D-Mangel Symptome. Das Hormon ist an so vielen Prozessen im Körper beteiligt, dass die Anzeichen sehr vielfältig sind und ein Mangel nicht immer offensichtlich ist.

Hier ist eine Auswahl der möglichen Symptome:

  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Muskelschwäche, -schmerzen und -krämpfe
  • Knochenschmerzen und -verformung
  • Knochenbrüche
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Rückenschmerzen, Knieschmerzen
  • Hautprobleme
  • Haarausfall, brüchige Nägel
  • Stimmungsschwankungen, Depression

Vitamin-D-Mangel: Was sind die Warnzeichen?

Wenn Dein Vitamin-D-Level niedrig ist, dann führt das langfristig zu Beschwerden und oftmals Erkrankungen. Doch was genau kann bei einem Vitamin-D-Mangel passieren?

Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass die Produktion von Vitamin D3 in der Haut wichtig für die Prävention vieler chronischer Erkrankungen ist. Abgesehen von den oben erwähnten typischen Symptomen, scheint ein Vitamin-D3-Mangel auch zu ernsthaften Erkrankungen wie Diabetes, Fibromyalgie (Bindegewebsentzündung), Bluthochdruck, Depressionen, chronischem Müdigkeitssyndrom, Osteoporose oder Alzheimer zu führen.

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Eine Studie4, die im Fachblatt Genome Research erschien, zeigte auf, wie schwerwiegend sich ein Vitamin-D-Mangel auf die Gesundheit auswirken kann. Die Forscher konnten 229 menschliche Gene identifizieren, deren Aktivitäten von dem Vitamin-D-Spiegel abhängig sind. Diese Gene konnten teilweise mit Krebs und Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose, Lupus und rheumatoider Arthritis in Zusammenhang gebracht werden.

Sehr niedrige Vitamin-D-Werte können sogar zur Entstehung von Krebserkrankungen beitragen, insbesondere von Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass niedrige Vitamin-D-Werte eine Rolle bei der Entstehung von 17 verschiedenen Krebsarten sowie von Herzkrankheiten, Schlaganfällen, Autoimmunerkrankungen und Geburtsfehlern spielen.5

Es wird angenommen, dass Vitamin D3 zur Kontrolle des Immunsystems beiträgt und so möglicherweise das Risiko von Krebs, Autoimmunerkrankungen und weiteren chronischen Erkrankungen verringert. Fakt ist, dass bei vielen ernsthaften Erkrankungen ein Vitamin-D-Mangel festgestellt wird.

Die Frage lautet nun: Hat die Erkrankung zu dem niedrigen Vitamin-D-Spiegel geführt oder ist der niedrige Vitamin-D-Spiegel eine Ursache der Erkrankung?

Warnzeichen eines Vitamin-D-Mangels

Die Warnzeichen eines Vitamin-D-Mangels sind nicht immer offensichtlich. Du kannst zu wenig Vitamin D in Deinem Körper haben und überhaupt keine Symptome zeigen. Oder sie sind sehr vage und schwer zu definieren. Hier sind ein paar Warnzeichen, auf die Du achten solltest.

Knochenschmerzen

Wenn der Vitamin-D-Status unter 20-25 ng/ml liegt, dann kann eine Osteomalazie (Knochenerweichung) auftreten, welche sich in Knochenschmerzen bemerkbar macht.

Der Schmerz ist sozusagen eine Nachricht der Knochen, dass sie nicht richtig mit dem Nährstoff versorgt sind und ihre Knochendichte nicht mehr aufrechterhalten können.

Wenn dem Körper Vitamin D fehlt, legt er kein Calcium in den Knochen ein, sondern löst das fehlende Calcium aus den Knochen heraus, um den Calciumspiegel im Blut konstant zu halten. Als Folge sinkt der Mineralgehalt der Knochen. Sie werden weich, brechen schnell und heilen schlecht.

Osteoporose

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Auch hier wird wegen fehlendem Calcium der Knochen abgebaut und verliert an Festigkeit. Osteoporose (Knochenschwund) tritt meistens bei älteren Menschen auf, die über längere Zeit an einem chronischen Vitamin-D-Mangel leiden.

Ein typisches Beispiel: Ältere Menschen fallen hin und brechen sich etwas. Bei einem Fall auf den Teppich, bricht man sich normalerweise keine Knochen, außer diese sind durch den Knochenabbau brüchig, weich und instabil.

Der Unterschied zur Osteomalazie: Bei der Osteoporose sinkt das Volumen der Knochen und nicht der Mineralgehalt.

Muskelschmerzen

Wenn die Muskeln ohne Grund schmerzen, sich schwach anfühlen und die Muskelfunktion beeinträchtigt ist, dann könnte ein Vitamin-D-Mangel vorliegen. Das zeigt sich durch ein Schweregefühl in den Beinen, leichte Ermüdbarkeit beim Gehen und Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder Aufstehen.

Chronische Müdigkeit

Natürlich ist chronische Müdigkeit ein Symptom von vielen Mangelerscheinungen und Erkrankungen. Dazu gehört auch ein Mangel an Vitamin D. Dem Körper fehlt etwas, und das zeigt sich in viel weniger Energie.

Anfälligkeit für Infektionen

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Wenn Du jeden Monat eine Erkältung hast oder einfach viel zu oft krank im Bett liegst, vor allem mit einer Grippe oder Erkältung, dann könnte das an einem Vitamin-D-Mangel liegen. Eine der wichtigsten Aufgaben von Vitamin D ist es, Dein Immunsystem stark zu halten, damit es Viren und Bakterien, die Infektionen verursachen, abwehren kann.

Psychische Störungen

Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Angstzustände, bipolare Störungen; sie alle können von zu wenig Vitamin D ausgelöst werden. Studien zeigen, dass Vitamin D im Gehirn und anderem Körpergewebe sehr entzündungshemmend wirken kann. Oftmals können Entzündungen im Gehirn psychische Störungen wie eine Depression begünstigen.

Verlangsamte Wundheilung

Vitamin D ist für hunderte von Funktionen in der Haut und anderen Körperteilen verantwortlich. Wenn der Vitamin-D-Spiegel sehr tief ist, dann heilen Wunden nicht so effektiv, weil das Vitamin die Produktion von Verbindungen erhöht, die für die Bildung neuer Haut beim Wundheilungsprozess entscheidend sind.

Ein Wort zu Vitamin-D-Mangel und Autoimmunerkrankungen

Niedrige Vitamin-D-Werte konnten mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht werden, darunter:

  • Hashimotos
  • Schilddrüsenentzündung
  • Multiple Sklerose
  • rheumatoide Arthritis
  • Diabetes mellitus
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Sjögren-Syndrom
  • systemischer Lupus

Auslösende Faktoren einer Autoimmunerkrankung sind Umwelt, Viren, Gluten, Milchprodukte, Leaky-Gut-Syndrom, chronischer Stress oder eben auch ein Vitamin-D-Mangel.

Die Hauptfunktion unseres Immunsystems ist die Verteidigung gegen fremde Eindringlinge. Unsere Abwehr besteht aus spezialisierten weißen Blutkörperchen und Organen, die Fremdlinge direkt angreifen und Antikörper produzieren, um die Infektion abzuwehren.

Aber manchmal wird das Immunsystem überaktiv und richtet sich gegen die gesunden Zellen, Gewebe und Organe des Körpers, anstatt gegen Infektionen und Viren. Das Immunsystem kann dann nicht mehr zwischen selbst und fremd unterscheiden. Wenn diese Reaktion auftritt, wird sie als Autoimmunität bezeichnet.

Was hat das mit Vitamin D zu tun?

So wie es aussieht, besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen den regulatorischen T-Zellen (sie unterdrücken das Immunsystem) und Vitamin D. Denn diese Zellen brauchen vor allem Vitamin D. Wenn eine Person an einem Mangel leidet, dann steigt demnach das Risiko für Autoimmunerkrankungen sowie Allergien und Asthma.

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Dies geschieht folgendermaßen:

Vitamin D kann das Immunsystem stärken und gleichzeitig den Teil des Immunsystems regulieren, der an der Autoimmunität beteiligt ist. Um eine Autoimmunreaktion zu verhindern, reguliert Vitamin D die sogenannten TH1- und TH2-Zellen. Diese weißen Blutkörperchen sind darauf programmiert, die Zellen und das Gewebe des Körpers anzugreifen und verursachen damit eine Autoimmunreaktion.

Wenn Du von einer dieser Erkrankungen betroffen bist, dann solltest Du unbedingt Deinen Vitamin-D-Spiegel von einem Arzt messen lassen. Die Forschung konnte zeigen, dass ein Vitamin-D-Spiegel von 30 ng/ml oder darunter das Risiko, eine Autoimmunerkrankung zu entwickeln, erhöht oder die Genesung einer solchen verhindert. Der therapeutische Bereich von Vitamin D im Blut zur Normalisierung der Immun-Dysfunktion liegt bei 60-90 ng/ml.

Wie Du einen Vitamin D Mangel beheben kannst:

Die einfachste, unkomplizierteste und praktischste Lösung, um den Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen sind Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel. Die richtige Dosis hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab (unter anderem vom Körpergewicht) und ist von Person zu Person unterschiedlich. Wichtig ist es, dass Du Deine Levels nach einigen Monaten nochmals bei einem Arzt testen lässt, um herauszufinden, ob die Dosis angemessen ist.

Die tolerierbare Zufuhr wurde vom Nutrition Board des Institute of Medicine (IOM) auf 4.000 IE pro Tag festgelegt. Aber es gibt Studien, die gezeigt haben, dass Menschen, die 10.000 IE pro Tag über mehrere Jahre eingenommen haben, keine Probleme wie beispielsweise eine Hyperkalzämie (erhöhter Calcium-Spiegel) hatten. Aber zu viel Vitamin D kann im schlimmsten Fall toxisch sein.

Wer ist besonders gefährdet, an einem Vitamin-D-Mangel zu leiden?

Die richtige Versorgung mit Vitamin D ist schwierig. Das liegt vor allem an unserer modernen Lebensweise, die sich größtenteils in geschlossenen Räumen abspielt. Dein Körper produziert nämlich Vitamin D3 zu 80-90% mit Hilfe des Sonnenlichts durch die Haut und der Rest wird durch die Nahrung aufgenommen.

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Zudem ist die Sonneneinstrahlung in Europa vor allem in den Wintermonaten nicht stark genug und das Vitamin D, das wir im Sommer gespeichert haben, wird dann aufgebraucht. Um Deinen Vitamin D Bedarf mit Lebensmitteln abzudecken, reicht eine ausgewogene Ernährung kaum aus. Nur Lebensmittel wie fettiger Fisch enthalten viel Vitamin D. Es macht also Sinn, dass die Mehrheit der Menschen einen zu niedrigen Vitamin-D-Status hat.

Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland leidet an einem Vitamin-D-Mangel; weltweit sind es über eine Milliarde Menschen! Es gibt Faktoren, mit denen das Risiko eines Vitamin-D-Mangels noch mehr ansteigt.

Dunkelhäutige Menschen

Bei Menschen mit dunklerer Haut schützt das Melanin vor einem Sonnenbrand. Das Problem ist, dass Melanin die Fähigkeit Vitamin D zu produzieren blockiert. Wenn jemand näher am Äquator lebt, dann ist das eigentlich kein Problem, weil dort das ganze Jahr über mehr UVB-Strahlung auf die Haut gelangt. Was passiert aber, wenn eine Person aus Indien in Schweden lebt und sie kein extra Vitamin D einnimmt? Ihr Vitamin-D-Status ist mangelhaft.

In Schweden gibt es eine riesige Population von Somaliern, bei denen ein erheblicher Vitamin-D-Mangel festgestellt wurde; ihre Autismus-Raten sind ebenfalls sehr hoch.6

Menschen, die viel Zeit in Innenräumen verbringen

Heutzutage verbringt ein Großteil der Bevölkerung die meiste Zeit drinnen. Im Sommer würden zwar 20 Minuten Sonne pro Tag reichen, um 20.000 IE zu produzieren. Wir benutzen dann aber Sonnenschutzmittel oder tragen Kleidung, durch die die Produktion von Vitamin D gehemmt wird. Im Winter reichen die UVB-Strahlen in Mittel- und Nordeuropa nicht aus, um uns mit dem Nährstoff zu versorgen.

Senioren

Je älter man ist, desto schwieriger ist es für die Haut, Vitamin D aus dem Sonnenlicht zu produzieren. Vor allem Senioren verbringen den Großteil des Tages in Innenräumen und bekommen nicht genügend Vitamin D durch die Sonne. Mit dem Alter kann der Körper zudem viel weniger Vitamin D produzieren, weil die Haut dünner ist. Im Vergleich: Bei der gleichen Menge an Sonneneinstrahlung produziert ein 20-Jähriger viermal so viel Vitamin D wie ein 70-Jähriger.

Babys

Wenn die Mutter an einem Vitamin-D-Mangel leidet, dann wird auch das Baby nicht mit genügend Vitamin D versorgt, wenn es Muttermilch trinkt. Dazu kommt, dass Babys wenig Sonne zu Gesicht bekommen oder dick mit Sonnencreme eingecremt werden. Um kleine Kinder vor Rachitis (Knochenverformung) zu schützen, gibt man ihnen hierzulande routinemäßig Vitamin D.

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Schwangere / Stillende

Bei einer Schwangerschaft braucht der Körper viel mehr Vitamine und Mineralstoffe, um den Bedarf für die Mutter und ihr Ungeborenes zu decken. Ein Defizit wirkt sich negativ auf beide aus; das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und -vergiftung und andere Komplikationen kann erhöht sein.

Im Beitrag Vitamin D in der Schwangerschaft erfährst Du mehr über die Rolle von Vitamin D für Mutter und Baby.

Übergewichtige

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin; mehr Körperfett beeinträchtigt die Aufnahmerate. Ein Vitamin-D-Mangel ist bei fettleibigen Menschen daher wahrscheinlicher. Die Fettzellen isolieren das Vitamin D und verhindern, dass es leicht in den Blutkreislauf gelangt, wo es seinen Weg in die Leber und die Nieren findet, um in die aktive hormonelle Form von Vitamin D umgewandelt zu werden.

Vegetarier / Veganer

Vitamin D in relevanten Mengen findet sich nur in tierischen Lebensmitteln wie Fisch und Lebertran. Menschen, die auf diese Produkte verzichten, müssen also viel mehr Zeit in der Sonne verbringen, um genug von dem Vitamin D zu bilden. Da es in unseren Breitengraden aber eigentlich unmöglich ist, im Winter genügend Sonnenlicht abzubekommen, ist ein Mangel an Vitamin D sicher.

Chronische Nieren- und Lebererkrankungen

Beide Erkrankungen reduzieren die Menge eines Enzyms, das benötigt wird, um Vitamin D in eine biologisch nutzbare Form umzuwandeln, die im Körper verwendet wird. Fehlt dieses Enzym, führt das zu einem unzureichenden Spiegel an aktivem Vitamin D im Körper.

Chronische Darmerkrankungen

Bei diesen Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn) kann der Darm nicht genügend Vitamin D aufnehmen.

Wie lasse ich meinen Vitamin-D-Spiegel messen?

Es wird klar, dass ein optimaler Vitamin-Blutwert bei fast jeder Erkrankung ein großes Potential für Besserung hat. Viele Menschen leiden ohne Symptome zu zeigen an einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Über Jahre hinweg führt das dann zu chronischen Krankheiten wie Osteoporose, Diabetes oder Erschöpfungssyndrom.

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Wenn Du also wenig Zeit in der Sonne verbringst, nicht Unmengen von fettigem Fisch isst, in Mitteleuropa lebst, sowie kein Nahrungsergänzungsmittel einnimmst, dann stehen Deine Chancen leider sehr schlecht, auf natürliche Weise mit genügend Vitamin D versorgt zu sein.

Der 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel – Vorstufe des aktiven Vitamin D – ist der beste Weg, um den Vitamin-D-Spiegel zu überprüfen. Du kannst ihn mit einem Bluttest bei einem Arzt, Heilpraktiker oder sogar mit einem Kit aus dem Internet selbst messen.

Wichtig ist, dass Du die optimalen Werte kennst. Oftmals sind die Referenzwerte, die man liest, veraltet und viel zu niedrig. Sowieso sind sich Experten auf der ganzen Welt uneinig, was jetzt genau der optimale Vitamin-D-Spiegel ist.

Du kannst Dich an diesen Werten orientieren:

  • unter 20 ng/ml gilt als mangelhaft
  • weniger als 30 ng/ml gelten als unzureichend
  • Werte zwischen 30-80 ng/ml werden als ausreichend angesehen

Fazit: Vitamin-D Mangel spielt auch ohne konkrete Symptome bei vielen Erkrankungen eine Rolle

Wie Du siehst, gibt es unzählige Symptome und Warnzeichen bei niedrigen Vitamin-D-Werten, was es schwierig macht, einen Mangel zu erkennen. Klar ist, dass ein chronischer Mangel für viele Erkrankungen verantwortlich sein kann. Gerade bei Autoimmunerkrankungen zeigen sich immer wieder sehr tiefe Vitamin-D-Blutwerte bei den Patienten.

Es lohnt sich auf jeden Fall seine Vitamin-D-Werte testen zu lassen, um dann bei einem Mangel mit einer Nahrungsergänzung nachhelfen zu können. Man fragt sich, wieso ein optimaler Vitamin-D-Wert nicht eine viel größere Bedeutung in unserem Gesundheitswesen hat.

Quellen:

  1. Martin Kongsbak, Trine B. Levring, Carsten Geisler, & Marina Rode von Essen. The Vitamin D Receptor and T Cell Function. Front Immunol. 2013; 4: 148. Published online 2013 Jun 18. doi: 10.3389/fimmu.2013.00148
  2. Vitamin D levels appear to play a role in COVID-19 mortality rates. Northwestern University. Published May 7, 2020.
  3. Ali Daneshkhah, Vasundhara Agrawal, Adam Eshein, Hariharan Subramanian, Hemant K. Roy, Vadim Backman. The Possible Role of Vitamin D in Suppressing Cytokine Storm and Associated Mortality in COVID-19 Patients Published May 18, 2020. doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.08.20058578
  4. A ChIP-seq defined genome-wide map of vitamin D receptor binding: Associations with disease and evolution Sreeram V. Ramagopalan, Andreas Heger, Antonio J. Berlanga et al.
  5. Hollick MF, Chen TC. Vitamin D deficiency a worldwide problem with health consequences. Am J Clin Nutr. 2008;87:10805–68.
  6. Elisabeth Fernell, Susanne Bejerot, Joakim Westerlund, Carmela Miniscalco, Henry Simila, Darryl Eyles, Christopher Gillberg, and Mats B Humble. Autism spectrum disorder and low vitamin D at birth: a sibling control study

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