Wie gesund ist Kurkuma wirklich? - Tradition trifft auf Wissenschaft

wie gesund ist kurkuma

Kurkuma gilt als Allzweckwaffe im Kampf gegen fast jede Erkrankung, die es gibt. Doch was steckt hinter dieser unscheinbaren Gelbwurzel und wie gesund ist Kurkuma wirklich? Wir zeigen dir das Potenzial, das sich in der faszinierenden Heilpflanze verbirgt.

Wir wollen Dir dazu einen Überblick darüber geben, wie Kurkuma eingesetzt wird, welche Herausforderungen sich der Wissenschaft zu stellen scheinen und was die Wurzel leisten kann.

Die Zukunft von Kurkuma ist vielversprechend. Abzuwarten sind Beweise und die Anerkennung der traditionellen Heilpflanze für medizinische Zwecke. In der Naturheilkunde gehört Kurkuma schließlich längst zu einem bewährten Heilmittel.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma ist momentan das Superfood schlechthin. Der Trend scheint an niemandem vorbeizugehen, denn die traditionelle Heilpflanze zieht aktuell so viel Aufmerksamkeit auf sich, wie keine andere.

kurkuma pflanze

Dabei handelt es sich bei Kurkuma um eine unscheinbare Ingwerpflanze. Die violetten Blüten ziehen die Blicke zwar sofort auf sich, doch von eigentlichem Interesse ist die geradezu wie ein Schatz vergrabene „Goldene Wurzel“, die auch als Symbol der Sonne und des Glücks gilt.

Wenn Du die Kurkuma Wurzel aufschneidest, sticht Dir nämlich sofort die kräftige und warme orangene Farbe ins Auge. Für diese Farbe ist der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin verantwortlich. Und genau dieser Pflanzenstoff macht aus Kurkuma eine der bewährtesten Heilpflanzen dieser Welt.

Hauptsächlich wird Kurkuma in Indien angebaut und dort auch zu rund 80 Prozent verbraucht. Als Gewürzzutat im asiatischen Raum hat sich Kurkuma längst etabliert. Kurkuma ist würzig, leicht bitter, aromatisch und verleiht vielen Gerichten eine besondere Geschmacksnote.

Traditionelle Verwendung von Kurkuma

Kurkuma spielt in der indischen und chinesischen Medizin eine bedeutende Rolle. In Indien ist die „goldene Wurzel“ zudem Bestandteil religiöser Rituale und wird zum Beispiel bei Hochzeitszeremonien verwendet.

kurkuma traditionelle heilpflanze

Wir geben Dir jetzt einen Überblick, wie Kurkuma in der indischen und traditionellen chinesischen Heilkunde eingesetzt wird.

Kurkuma in der Ayurveda Medizin

Ayurveda bedeutet so viel wie „Wissen vom Leben“ und bezeichnet eine über 5.000 Jahre alte indische Heilkunde, die ihre Ansätze in der Natur findet und den Menschen ganzheitlich betrachtet. Ein wichtiger Bestandteil dieser Heilkunde ist die Ernährung, zu der auch Kräuter und Gewürze wie Kurkuma zählen.

Kurkuma wird in der Ayurveda Heilkunde äußerlich und innerlich angewendet. Die Gewürzknolle zählt zu den „heißen“ Gewürzen, soll reinigend wirken und Energie spenden. Kurkuma gilt zudem als blutreinigend und stärkend auf den Stoffwechsel.

Kurkuma findet Anwendung bei Beschwerden wie:

  • Verbrennungen der Haut
  • Infektionen der Haut
  • Hautproblemen wie Akne
  • Juckreiz und Ekzemen
  • Wundheilung und Desinfektion von Wunden
  • Beschwerden im Bereich des Bauches
  • Gallenleiden
  • Blähungen
  • Verdauungsstörungen
  • Leberbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Arthritis
  • Zahnerkrankungen

Vor allem in Indien, aber auch in vielen anderen südostasiatischen Ländern gehört Kurkuma als fester Bestandteil in jeder guten Küche dazu.

Kurkuma in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Die traditionelle chinesische Medizin ist eine über 2.000 Jahre alte Heilkunst aus China. Sie teilt sich in fünf Säulen auf.

kurkuma traditionelle chinesische medizin

  • Säule 1: Akupunktur, Akupressur und Moxa-Therapie (Erwärmung von Körperpunkten)
  • Säule 2: Arzneimitteltherapie
  • Säule 3: Bewegung und Koordinationsübungen
  • Säule 4: Massage
  • Säule 5: Ernährung

Die Arzneimitteltherapie baut vor allem auf Heilpflanzen auf. Hierbei werden Pflanzenbestandteile wie Wurzeln, Rinden, Blätter oder auch Blüten verwendet, um wirksame Arzneimittel herzustellen.

Die Ernährungslehre wird in der traditionellen chinesischen Medizin als einfaches Mittel gesehen, um die Gesundheit zu verbessern und die Heilung zu beschleunigen. Nahrungsmittel werden dort nicht nur anhand der Nährwerte wie Fett, Kohlenhydrate oder Eiweiß bewertet, sondern haben eine energetische Heilwirkung. Eine scharfe Chilischote hat demnach eine andere Wirkung als ein kühlender Joghurt. Zudem bestimmt die Geschmacksrichtung (bitter, süß, herb, sauer, salzig), auf welche Organe die Nahrungsmittel wirken.

ernährung traditionelle chinesische medizin

Und welche Bedeutung hat dabei Kurkuma?

Kurkuma wird in der traditionellen chinesischen Medizin als wärmend beschrieben. Gleichzeitig kann es aber auch eine kühlende Wirkung haben. Das ist dann der Fall, wenn äußere Einflüsse wie Kälte oder Feuchtigkeit in den Körper gelangen und der Körper im Gegenzug mit Hitze in Form von Entzündungen reagiert. Kurkuma wirkt dann gegen die Kälte (die Ursache der Entzündung) und kann so die Entzündung und den gefühlten Schmerz lindern.

Kurkuma findet in der traditionellen chinesischen Medizin Anwendung bei:

  • Schmerzen im Bereich des Bauches und Brustkorbs
  • Schmerzen aufgrund von Blut-Stagnation
  • Schmerzen in Muskeln, Sehnen und Gelenken (z.B. rheumatoide Arthritis)
  • Ausbleibender Menstruation, Regelschmerzen
  • Leber und Gallenblase (Produktion der Galle)
  • Darmentzündungen
  • Blähungen, Völlegefühl, Reizdarm
  • Gelenkentzündungen
  • Schuppigen Hauterkrankungen
  • Wirkt insgesamt belebend und bewegend auf das Blut
  • Wirkt stärkend auf das Immunsystem
  • Wirkt wärmend von Innen

In Europa zählt die traditionelle chinesische Medizin zu den Naturheilkundeverfahren und wird vor allem mit der Akupunktur in Verbindung gebracht.

Kurkuma in der westlichen Medizin und Heilkunde

Einzug nach Europa fand die Kurkumapflanze bereits im Mittelalter. Im deutschen Arzneibuch ist die Rhizoma Curcumae (also die Kurkumawurzel) seit 1930 als Heilpflanze geführt. Heute wird Kurkuma in der Naturheilkunde eingesetzt und steht im Mittelpunkt wissenschaftlicher Studien, welche die Wirkkraft von Kurkuma am Menschen belegen sollen.

kurkuma wirkung forschung

Kurkuma wird bisher nur in der Naturheilkunde eingesetzt. So verwenden zum Beispiel Mediziner und Therapeuten im Immanuel Krankenhaus Berlin Kurkuma, um im Rahmen der Ernährungsmedizin Verdauungsstörungen und degenerative Gelenkerkrankungen begleitend zu behandeln. Schwellungen und Schmerzen von Arthrose-Patienten können so reduziert werden.

Vom Institut für integrative Naturheilkunde werden ebenfalls Rezepte mit Kurkuma empfohlen, welche unter anderem das Immunsystem stärken sollen. Die indische Ayurveda Medizin hat ihren Weg längst nach Europa geschafft und Kurkuma wird auch hier in der Therapie eingesetzt.

Im Rahmen der Homöopathie wurde Kurkuma bisher noch nicht ausreichend als Arznei geprüft. Dennoch sind zum Beispiel Kurkuma Globuli erhältlich, die gegen Verdauungsstörungen, Atemwegsbeschwerden oder Gelenkschmerzen eingesetzt werden können. Falls Du Dich dafür interessierst, solltest Du die Einnahme von Globuli mit Deinem Homöopathen oder Heilpraktiker absprechen.

Bestätigt die moderne Wissenschaft das Potenzial von Kurkuma?

Zu Kurkuma beziehungsweise dem enthaltenen Wirkstoff Curcumin findest Du in der medizinischen Wissenschaftsdatenbank PubMed über 16.000 Ergebnisse. Zum Vergleich: Zu Vitamin B1 findest Du dort rund 18.000 Treffer.

kurkuma gesunde wirkung

Wie kann es also sein, dass Kurkuma so viel Aufmerksamkeit aus der Wissenschaft erhält, aber immer noch nicht als wirksam gegen zahlreiche Beschwerden anerkannt wird?

Das größte Problem liegt darin, dass Kurkuma und der Wirkstoff Curcumin sehr schlecht vom Körper aufgenommen werden können.

Wenn Du Kurkuma als Gewürz zu Dir nimmst, wird davon gerade einmal ein Prozent von Deinem Körper verwertet. Da Curcumin nur zu rund zwei bis fünf Prozent in Kurkuma enthalten ist, kommt also nur ein winziger Bruchteil in Deinem Körper an.

Die Aufnahme von Curcumin ist jedoch eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass es wirken kann und als Wirkstoff in Medikamenten in Frage kommt.

Zudem ist Kurkuma sehr lichtempfindlich und die Wirkstoffe nicht lange haltbar. Ein weiterer Grund, weshalb die Studienlage bezüglich der Wirkung am Menschen anscheinend hinterherhinkt.

Zu Kurkuma und Curcumin gibt es daher sehr viele Untersuchungen an isolierten Zellen (also quasi im Reagenzglas) und Tierversuche. Diese sind unter anderem wegen der schlechten Aufnahme von Curcumin nicht direkt auf den Menschen übertragbar.

kurkuma gesundheit

Auch am Menschen wurde Curcumin schon zahlreich untersucht. Viele Studien sind allerdings mit zu wenigen Personen durchgeführt worden, als dass dies wissenschaftlich ausreichend wäre, um heute schon eine handfeste Aussage zur Wirkung zu machen. Klinisch geprüfte Studien benötigen schließlich sehr viel Zeit, sind aufwendig und müssen kontrolliert werden.

Trotzdem wird in den vielen Studien immer wieder von positiven und überzeugenden Ergebnissen berichtet. Wir wollen Dir nun einige Beispiele zur Wirkung nennen, damit Du das Potenzial von Kurkuma und Curcumin für die Gesundheit erkennst.

Gibt es eine Lösung für das Problem mit der schlechten Aufnahmerate von Kurkuma?

Ja, es gibt eine Lösung dafür, wenn auch noch nicht lange. Wenn Du daher nach einem Kurkuma Nahrungsergänzungsmittel mit einer quasi maximalen Aufnahmerate / Bioverfügbarkeit suchst, dann schau Dir gerne unser Vita Curcuma genauer an. Dank der einzigartigen und mehrfach patentierten Herstellungsweise (der sogenannten Mizellen-Technologie) kann Dein Körper das Curcumin der Kurkumapflanze nämlich erstmals zu 99,99 Prozent aufnehmen und verwerten. So kann eine nahezu maximale Wirkung erzielt werden.

Wirkung von Kurkuma und Curcumin

Kurkuma gilt nicht zu Unrecht als „Zauberknolle“, „Gewürz des Lebens“ oder "Goldene Wurzel". Auch hierzulande wird schließlich die in Milch vermischte Kurkuma als „Goldene Milch“ bezeichnet, von der Du sicher bereits gehört hast.

Kurkuma beziehungsweise Curcumin hat eine besondere chemische Struktur, die vielfältig im Körper wirken kann:

  • Antioxidativ (verringert die Zellalterung und beugt so oxidativem Stress vor)
  • Entzündungshemmend
  • anregend auf den Gallenfluss
  • Verdauungsfördernd
  • Krebshemmend
  • Den Zelltod von Krebszellen auslösend
  • Gegen die Gefäßbildung
  • Knorpelschützend
  • Gerinnungshemmend
  • Antimikrobiell (gegen Pilze, Viren, Bakterien)
  • Antidepressiv
  • Immunregulierend (stimulierend auf das Immunsystem)
  • Nervenzellen schützend
  • Leberzellen schützend
  • Wundheilung verbessernd

So werden zum Beispiel die entzündungshemmenden Eigenschaften mit der Wirkung von Antirheumatika Arzneistoffen gleichgesetzt. Solche Arzneistoffe sind in Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen enthalten.

kurkuma wirkung

Die genannten Eigenschaften von Curcumin sind bei vielen Erkrankungen und Beschwerden relevant.

Kurkuma verspricht aufgrund seiner Wirkmechanismen Potenzial bei zum Beispiel:

  • Entzündungen (auch chronische)
  • Arthrose
  • Arthritis
  • Rheuma
  • Hohem Blutzucker
  • Hohem Cholesterinspiegel
  • Alzheimer
  • Verdauungsbeschwerden
  • Gallen- und Leberbeschwerden
  • Multipler Sklerose
  • Krebs
  • Hauterkrankungen
  • Wundheilung
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Depression
  • Herzgesundheit

Generell kannst Du Kurkuma als Ergänzung zu Therapien verwenden, von wissenschaftlicher Seite wirst Du aber auch Kritik an Kurkuma wahrnehmen, da dazu die Studienlage noch unzureichend ist. Wenn Du auf Kurkuma nicht verzichten möchtest, hältst Du am besten vorab Rücksprache mit Deinem Arzt.

Es spricht jedenfalls nichts dagegen, Kurkuma in Deiner Küche als festen Bestandteil zu integrieren. Die Naturheilkunde macht uns das schließlich seit langer Zeit vor.

Bleibt im Grunde nur der Wunsch, dass Kurkuma noch intensiver erforscht wird und Wissenschaft und Medizin endlich die mehrere tausend Jahre alte Heilpflanze anerkennen und vom Reagenzglas zu den Menschen bringen.

Fazit: Kurkuma, ja oder nein? – Es bleibt Deine Entscheidung

Kurkuma ist eine der bewährtesten Heilpflanzen dieser Welt. Seit tausenden von Jahren wird Sie als Naturheilmittel eingesetzt.

lohnt sich kurkuma

Der modernen Wissenschaft scheint sie einen Schritt voraus zu sein. Begründet wird dies ganz oft mit der schlechten Aufnahme von Kurkuma beziehungsweise Curcumin im Körper. Die Frage ist, ob dies wirklich der einzige Grund ist, denn selbst als reine Gewürzzutat verwendet, scheint die gelbe Wurzel effektiv zu sein. Vielleicht will die Industrie auch einfach nicht auf altbekannte Arzneimittel verzichten und diese mit Kurkuma ergänzen oder ersetzen?!

Letztendlich bleibt es Dir überlassen, Dich für oder gegen Kurkuma zu entscheiden. Wir empfehlen Dir, Kurkuma zumindest in der Küche öfter zu verwenden und bewusst auf Deine Ernährung zu achten.

Falls Du Dich für Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkuma interessierst, empfehlen wir Dir von Herzen unser Vita Curcuma, da damit weltweit erstmals fast 100 Prozent des Curcumin in Deinem Körper verwertet werden. Außerdem sind alle Inhaltsstoffe rein pflanzlich. Wenn Du dazu Fragen hast, dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar und wir antworten Dir schnellstmöglich.

Quellen:

  1. Gesundheit auf Chinesisch: Die Kurkuma
  2. Traditionelle Chinesische Medizin, Schmerztherapie und Mee(h)r…: Goldene Milch mit dem Superfood Kurkuma, 7. November 2020
  3. Deutsche Apotheker Zeitung: Curcumin beugt Metastasen vor, Kilian, P. H., et al.: Carcinogenesis, Online-Vorabpublikation, DOI: 10.1093/carcin/bgs312
  4. Rheumaliga Schweiz: Kurkuma gegen Rheuma
  5. BR Wissen: Superfood Kurkuma, So gesund ist das Gewürz Kurkuma tatsächlich, 30.11.2020
  6. Ayurveda-Klinik: Curcuma Longa, indische Gelbwurz
  7. ORF.at: Die Kraft der Heilpflanze Kurkuma, 25. September 2019
  8. Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann: Kurkuma
  9. ARD Mediathek: Vorbeugung und Therapie mit Gewürzen, 13.11.2020 (Video verfügbar bis 13.11.2021)
  10. Deutsches Krebsforschungszentrum: Was ist dran? Kurkuma bei Krebs, 5. Juni 2019

Bildquellen:

  • Elena Schweitzer/Shutterstock.com
  • Surie/Shutterstock.com
  • frank60/Shutterstock.com
  • XiXinXing/Shutterstock.com
  • J.Shunsuke/Shutterstock.com
  • Microgen/Shutterstock.com
  • Microgen/Shutterstock.com
  • successo images/Shutterstock.com
  • monticello/Shutterstock.com
  • Onlyshaynestockphoto/Shutterstock.com

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen